EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU EVANGELISCHE STIFTUNG
 

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Neuigkeiten

21.10.2020 Neue Firmierung schafft Klarheit

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) und die Evangelische Pfarrpfründestiftung Baden (EPSB) mit Sitz in Heidelberg treten künftig gemeinsam als Stiftung Schönau auf. Der neue Auftritt sorgt für mehr Klarheit.

Als wirtschaftlich agierendes Unternehmen der Evangelischen Landeskirche in Baden erzielt die Stiftung Schönau Erlöse durch die Vergabe von Erbbaurechten, durch Vermietung, Verpachtung und Forstwirtschaft.

Die bisherigen Firmierungen sind heutzutage sperrig und unklar. Insbesondere die Bedeutung der Wörter "Pflege“ und Pfarrpfründe" sind im heutigen Sprachgebrauch missverständlich. Mit diesen Namensbestandteilen assoziierte niemand die Kernkompetenz der Stiftung: die professionelle Vermögensverwaltung.

Ziel des neuen Auftritts ist die klare Positionierung als wirtschaftlich agierendes Unternehmen ohne karitativen Auftrag.

 

Die Stiftung Schönau ist eine der ältesten Institutionen in Heidelberg und der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar. Das Stiftungsvermögen stammt aus dem ehemaligen Kloster Schönau (Odenwald). Oberster Grundsatz seit Ihrer Gründung im Jahr 1560 ist nachhaltiges Wirtschaften.

 

Zweck der Stiftung Schönau ist es, kirchliches Bauen und Pfarrstellen zu finanzieren. Dass sie bis heute Bestand hat, liegt vor allem am Verantwortungsbewusstsein und an der Weitsicht vieler Generationen. Sie haben die Stiftung konsequent weiterentwickelt und zu einem modernen Immobilienunternehmen gemacht.

 

Ein weiterer wichtiger Schritt hierfür ist die Schärfung des Profils, um das Vermögen für kommende Generationen zu sichern und ihren Stiftungszweck auch in Zukunft zuverlässig zu erfüllen.

20.05.2020 Zeichen der Solidarität: Evangelische Stiftung Pflege Schönau setzt Mieterhöhungen und Anpassungen des Erbbauzinses...

Die Corona-Krise und der damit verbundene Lockdown haben das gesellschaftliche Leben nachhaltig verändert. Vertrauen und Sicherheit sind gerade in dieser Zeit wichtige Werte.

Als Zeichen der Solidarität mit ihren Kunden wird die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) deshalb alle für das Jahr 2020 anstehenden Mieterhöhungen und Anpassungen des Erbbauzinses aussetzen. Dies betrifft rund 1.300 Erbbaurechtsverträge und 100 Mietverhältnisse der Stiftung, insgesamt entspricht das etwa 10 % der bestehenden Verträge.

Die ESPS unterstützt mit dem Aussetzen der Mieterhöhungen und der Erbbauzinsanpassungen ihre Vertragspartner und leistet ihren Beitrag dazu, die ohnehin angespannte Situation nicht weiter zuzuspitzen. Vielen Menschen steht durch Kurzarbeit oder dem Verlust des Arbeitsplatzes deutlich weniger Haushaltseinkommen zur Verfügung, da die Pandemie vor allem den deutschen Mittelstand mit voller Wucht getroffen hat.

 

"Auch wir rechnen nach ersten Einschätzungen im laufenden und im nächsten Geschäftsjahr mit deutlichen Ertragseinbußen durch die veränderte wirtschaftliche Lage. Das hält uns jedoch nicht davon ab, als Unternehmen der Badischen Landeskirche soziale Verantwortung zu zeigen.", betont Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der ESPS. Dieses Engagement sei auch in der Vergangenheit immer wieder deutlich geworden. So schaffe die Stiftung in den angespannten Wohnungsmärkten der badischen Metropolen dringend benötigten Wohnraum, oftmals auf freiwilliger Basis auch im preisgebundenen Segment.

 

Darüber hinaus sei der Wald der ESPS seit 1999 nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifiziert und wird nach den Kriterien des naturnahen Waldbaus bewirtschaftet. Die Stiftung wende erhebliche Mittel für die Wegeerhaltung auf und biete umfangreiche waldpädagogische Aktivitäten. Auf rund 74 Hektar Wald würden unter Verzicht auf Erlöse wertvolle Biotope erhalten. "Bereits unser Stiftungszweck orientiert sich am Gemeinwohl. Kirchliches Bauen zu finanzieren heißt: Kulturdenkmäler erhalten und kirchliches Leben in den Gemeinden ermöglichen", meint Strugalla.

25.04.2020 Der Stiftungswald in Zeiten von Klimawandel, Käfer und Corona: "Wir leben von der Substanz"

Zwei Jahre Trockenheit und Käferbefall haben dem Wald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) schwer zugesetzt; rund 1,5 Mio. Euro beträgt der wirtschaftliche Schaden bis heute. Auch die Hoffnung auf eine Entspannung der Lage im Jahr 2020 hat sich bislang zerschlagen. Die Folgen des Klimawandels bedrohen den Wald massiv.

Die ESPS bewirtschaftet insgesamt rund 7.500 Hektar Wald im Odenwald, Kraichgau und Schwarzwald. Sie ist die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Kopfzerbrechen bereitet Frank Philipp, Leiter der Forstabteilung, vor allem der milde Winter, gepaart mit der erneuten Trockenheit. "Die Bäume befinden sich zunehmend im Trocken- und Wärmestress und sind massiv geschwächt.

Aufgrund der milden Temperaturen haben viele Borkenkäfer den Winter problemlos überstanden und warten bei diesen Temperaturen nur darauf, auszufliegen und die nächsten Bäume zu befallen.", erläutert er. Die befallenen Bäume müssen dann möglichst schnell geerntet und aus dem Wald gebracht werden, um eine weitere Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern.

 

Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes begann die Vegetationsperiode in diesem Jahr bereits Mitte März, fast zwei Wochen früher als im vieljährigen Mittel. Nahezu zeitgleich setzte eine sehr niederschlagsarme Witterung mit viel Sonnenschein ein. Vielerorts war der potentielle Wasserbedarf der Vegetation deutlich größer als die Wassermenge, die durch den Bodenwasserspeicher zur Verfügung gestellt werden konnte. Die Folge: Die oberen Bodenschichten sind ausgetrocknet. Viele junge Bäume, die letztes Jahr im Rahmen von Wiederaufforstungen gepflanzt wurden, sind bereits vertrocknet.

 

Erschwerend zu den Unmengen an Holz, die durch Trockenheit und Käferbefall anfallen, kommt die Coronakrise hinzu. Der Holzabsatz ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die Nachfrage nach Bau- und Möbelholz oder nach Zellstoff für grafische Papiere ist extrem eingebrochen, einzig der Bedarf an Holz für die Herstellung von Hygienepapieren hat nicht gelitten. Ein weiterer Punkt ist der Wegfall des Holzexports, beispielsweise nach China, wo die Wirtschaft zwar wieder anläuft, die Lieferketten aber unterbrochen sind.

 

"Die wirtschaftliche Zukunft unseres Forstbetriebs ist ein großes Fragezeichen," sagt Philipp. Um die Schäden möglichst einzugrenzen, müsse die Stiftung derzeit massiv in die Ernte von geschädigten Bäumen investieren. Damit trete die Stiftung finanziell in Vorleistung. So treffe die zwangsweise Nutzung von Käferholz auf einen derzeit völlig übersättigten Markt. Eine denkbar ungünstige Situation. Die Erlöse des Forstbetriebs decken im Moment maximal die Kosten für die Aufarbeitung des Holzes. Investitionen in Wiederaufforstung, Wegunterhaltung oder die Personalkosten können davon nicht bestritten werden. „Wir leben von der Substanz.“, so Philipp weiter.

 

Mit Erlösen aus Vermietung und Verpachtung sowie der Bewirtschaftung von 7.500 Hektar Wald erzielt die Stiftung Erlöse, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen: die Finanzierung kirchlichen Bauens und von Pfarrstellen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden. 2019 konnte der Forst aufgrund der aktuellen Situation dazu keinen Beitrag leisten. Wie sich diese Entwicklung mittel- und langfristig auf die Erlössituation der gesamten Stiftung auswirken wird, vermag im Moment niemand vorherzusagen. Die ESPS wird versuchen, die Mindereinnahmen im Forst in anderen Geschäftsbereichen zu kompensieren, um ihren Stiftungszweck auch in Zukunft zuverlässig erfüllen zu können.

 

Als kirchliche Stiftung bewirtschaftet die ESPS ihr Vermögen nachhaltig: Seit 1999 ist der Wald nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifiziert, außerdem ist die Stiftung Partner der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Entsprechend hoch ist ihre Verantwortung, den Wald als Naherholungsraum der Region wie auch als Lebensraum für Flora und Fauna zu erhalten. Das bedeutet: Die Stiftung muss Lösungen finden, um den Wald nachhaltig resistenter gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu machen.

 

Der Fokus der ESPS liegt auf der Beantwortung der Frage, wie unter den sich verändernden Bedingungen eine nachhaltige Bewirtschaftung bei gleichzeitig stabiler Holzproduktion gelingen kann. So haben die Förster der ESPS bereits damit begonnen, den Baumbestand umzubauen. "Da vor allem die Fichte betroffen ist, bevorzugen wir klimatolerantere Baumarten wie Douglasie, Tanne, Eiche, versuchsweise auch Baumhasel. Die Fichte wird nach und nach reduziert.", erläutert Philipp den geplanten Umbau.

14.04.2020 Modernes Wohnen in zentraler Lage: Neubauprojekt in Freiburg, Goethestraße 2

Wohnen und Leben in einem der schönsten und ältesten Stadtteile Freiburgs: Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) baut in Freiburg-Wiehre im Eckbereich von Goethe- und Kronenstraße nahe der Dreisam zwei Wohn- und Geschäftshäuser mit 17 Wohn- und vier Büroeinheiten sowie einer Verkaufsstätte. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Im fünfgeschossigen Winkelbau entlang der Kronenstraße sind Zwei- bis Dreizimmerwohnungen und eine Maisonettewohnung sowie Gewerbe- und Büroflächen geplant, unter anderem eine Bäckerei mit Café. Die gleichberechtigten Zimmer in den Wohnungen ermöglichen flexible Wohnformen.

Im freistehenden viergeschossigen Stadthaus zur Goethestraße werden großzügige Vierzimmerwohnungen realisiert, die das gewisse Etwas vom "Wohnen in der Wiehre" widerspiegeln. Der offene Wohnhof zwischen den Gebäuden ist als grüne Stadtoase geplant und beherbergt zudem einen Kinderspielplatz. Die gärtnerische Ausprägung mit Gräsern, Stauden und Sträuchern lehnt sich an die vorhandenen Strukturen in der Wiehre an.

 

Technisch ist das Gebäudeensemble auf dem neusten Stand. Die Tiefgarage enthält PKW- und Fahrradabstellplätze sowie Technikräume. Der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser wird zu mindestens 70 % durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit hohem Wirkungsgrad gedeckt. Bereichsweise ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zur Einsparung von Primärenergie und optimiertem Schall- und Wärmeschutz geplant.

 

Zwei der Wohnungen werden sozial gefördert sein. "Als Stiftung mit kirchlichem Hintergrund sind wir uns unserer sozialen Verantwortung bewusst. Gleichzeitig setzen wir mit unserem Anspruch, nachhaltige und zukunftsorientierte Lebensräume zu schaffen, einen städtebaulich markanten und zugleich integrierenden Akzent für Freiburg.", sagt Vorstand Ingo Strugalla.

 

Die städtebauliche Planung basiert auf einem Entwurf des Büros Zeller/Eisenberg-Architekten, das im Jahr 2014 als einer der beiden Sieger aus dem von der ESPS ausgelobten Architektenwettbewerbs hervorging. Die komplexe Aufgabenstellung der Übergangslage zwischen den nördlich der Dreisam gelegenen Innenstadtbereichen und den historisch gewachsenen Wohngebieten entlang der Goethestraße wurde beeindruckend gemeistert. So grenzt der fünfgeschossige Winkelbau das Plangebiet zu Kronen- und Lessingstraße ab und schützt das Quartier gleichzeitig vor Verkehrslärm. Das freistehende Stadthaus schafft den Übergang zur historischen Struktur der Goethestraße, wobei dessen Vorgartenzone ebenso wie die Ausbildung eines Hochparterres die charakteristischen Merkmale der vorhandenen Wohngebiete aufnimmt.

24.03.2020 Glocken rufen zum gemeinsamen Gebet

Gemeinsames Gottesdienstfeiern in den Kirchen ist in der aktuellen Situation nicht möglich. Deshalb läuten an vielen badischen Kirchen, darunter auch zahlreiche, für die ESPS baupflichtig ist, allabendlich die Glocken und laden dazu ein, sich Zeit für ein gemeinsames Gebet zu nehmen.

Derzeit wird überall nach alternativen Möglichkeiten gesucht, um gemeinschaftlich den Glauben zu leben. Neben zahlreichen Angeboten für Online-Andachten und Online-Gottesdienste entstand so die Idee, zu einem festen Zeitpunkt möglichst flächendeckend in Baden die Glocken zu läuten und zum gemeinsamen Gebet einzuladen. Gläubige können so allabendlich ihr ganz persönliches Gebet formulieren oder sich von aktuellen Gebeten inspirieren lassen.

Ideen dazu sind gesammelt unter www.ekiba.de/kirchebegleitet. Informationen dazu, ob sich auch Ihre Kirchengemeinde daran beteiligt, finden Sie auf deren Homepage.

 

Es gibt daneben aber auch noch einige andere kirchliche Aktionen, an denen sich Menschen beteiligen können, um christliche Gemeinschaft zu erleben. So lädt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) täglich um 19 Uhr dazu ein, gemeinsam "Der Mond ist aufgegangen" zu singen oder zu musizieren. Das könne auch auf dem eigenen Balkon und im Garten geschehen, so die EKD.

 

In einer weiteren Aktion, initiiert von der katholischen Kirche in Oberhausen, die sich inzwischen überregional und konfessionsübergreifend verbreitet hat, wird dazu aufgerufen, um 19 Uhr eine Kerze ins Fenster zu stellen und dabei das Vaterunser zu beten.

 

Begleitend zum Abendläuten wurde außerdem von der badischen Landeskirche gerade die Aktion NICHT ALLEIN ins Leben gerufen, die die Verbundenheit im Gebet und in der christlichen Gemeinschaft auf digitale Weise erfahrbar machen soll. Unter www.nichtallein.net können Menschen sich eintragen und auf einer Karte sehen, wo andere Menschen gerade beten sowie eigene Grüße oder Segenswünsche hinterlassen.

 

Weitere Aktionen und Angebote innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden in Zeiten der Corona-Krise finden Sie unter www.ekiba.de/kirchebegleitet.

 

 

Fotograf: Thomas Ott, Mühltal

16.03.2020 Eingeschränkte Erreichbarkeit: Mitarbeitende der ESPS arbeiten verstärkt im Homeoffice

In den vergangenen Tagen haben sich die Ereignisse im Zuge der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus überschlagen. Um das Gefährdungspotential sowohl für unsere Mitarbeitenden, als auch für Kunden und Geschäftspartner so niedrig wie möglich zu halten, arbeiten die Mitarbeitenden der ESPS bis auf Weiteres verstärkt im Homeoffice.
Der normale Geschäftsbetrieb kann damit aufrechterhalten werden. Allerdings führt diese Maßnahme zu einer eingeschränkten persönlichen Erreichbarkeit der Büros in Heidelberg, Freiburg und Mosbach. Für Terminvereinbarungen wenden Sie sich bitte per E-Mail oder Fon direkt an den Ihnen bekannten Ansprechpartner oder Sie melden Sie sich unter 06221-91090.

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05.02.2020 Wohnquartier in Holzbauweise:

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) errichtet in Brühl auf rund 4.000 m² Grundfläche vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 39 Wohnungen in nachhaltiger Holzbauweise und verstärkt damit ihr wohnungsbauliches Engagement in der Metropolregion Rhein-Neckar weiter. Mit der Vertragsunterzeichnung der beteiligten Architekten ist der offizielle Startschuss für das ambitionierte Projekt gefallen. 

Dabei wurde der Ausnahmecharakter des Wohnprojektes deutlich: Mit Beyer Weitbrecht Stotz + Partner (BWS), Partner und Partner Architekten, Hermann Kaufmann Architekten sowie roedig . schop architekten sind gleich vier renommierte Architekturbüros beteiligt. "Jedes Haus wurde von einem der Partner entworfen und trägt dessen unverwechselbare Handschrift", berichtet Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der ESPS.

Dadurch entstehe ein buntes und lebendiges Quartier mit hoher Wohnqualität. Zusätzlich ist das Büro Element A Architekten aus Heidelberg für die Projektleitung und den Innenausbau verantwortlich.

Als vorbildlich gilt das umfassende Planungskonzept der ESPS, das Nachhaltigkeit, Wohnkomfort und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen berücksichtigt. "Damit leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und sind gleichzeitig Vorreiter für modernes und nachhaltiges Bauen in der Region", meint Strugalla. Die Entwürfe der Architekturbüros wurden zusammen mit dem detaillierten Anforderungskatalog der Stiftung in mehreren Workshops diskutiert und verbessert. 

Mit der Vertragsunterzeichnung ist der Startschuss für das Holzbauprojekt der ESPS in Brühl gefallen.
V.l.n.r.: Martin Vogelmann (merz kley partner ZT GmbH), Heike Röttgen (hofmann_roettgen Landschaftsarchitekten), Hans-Georg Stotz (Beyer Weitbrecht Stotz + Partner), Robert Marte (roedig . schop architekten), Christian Taufenbach (Element A Architekten), Ingo Strugalla (ESPS), Stefan Hiebeler (HK Architekten – Hermann Kaufmann ZT GmbH), Jeroen Meissner und Jörg Finkbeiner (beide Partner und Partner Architekten) ​
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Die Stiftung besitzt rund 800 Wohn- und Gewerbeeinheiten in den badischen Zentren Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe und Freiburg. Bis zum Jahr 2025 sollen durch Zukauf und Neubau 700 neue Wohnungen den derzeitigen Bestand auf insgesamt rund 1.500 Einheiten nahezu verdoppeln. Zum einen schafft die ESPS damit Wohnraum im angespannten regionalen Wohnungsmarkt der badischen Metropolen, zum anderen sichert sie damit künftige Mieteinnahmen, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen. Dieser besteht im Wesentlichen darin, kirchliches Bauen und Pfarrstellen in Baden zu finanzieren.

 

Alle vier Häuser in der Brühler Albert-Einstein-Straße werden in ökologisch nachhaltiger Holzbauweise errichtet. Durch die Berücksichtigung mehrerer Entwürfe wird auch die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Holzbausysteme erprobt. "Dadurch sammeln wir wertvolle Erfahrungen, die der Region auch in zukünftigen Bauprojekten zu Gute kommen", ist Strugalla überzeugt. So wird ein Mehrfamilienhaus beispielsweise ab Oberkante Keller komplett in Massivholzbauweise ohne den Einsatz von Leim errichtet. Bei der Planung wurde der gesamte Lebenszyklus der Gebäude betrachtet, insbesondere im Hinblick auf die „Graue Energie“ der Baustoffproduktion, der Betriebs- sowie der Recyclingphase.

 

Die Entwürfe erzielen mit einem minimalen Einsatz von Energie und Ressourcen die höchstmögliche Gesamtwirtschaftlichkeit, Behaglichkeit, Gebrauchstauglichkeit und Architekturqualität", fasst Strugalla zusammen. Die notwendige Wirtschaftlichkeit ließe sich trotzdem realisieren. „Auch mit aufwendiger Planung und anspruchsvollen Zielen erzielen wir auskömmliche Renditen, wenn auch nicht im Spitzenbereich."