EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 

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Neuigkeiten

24.10.2019 Jahresbericht 2018: "Wandel gestalten"

Den "Wandel gestalten"- das Motto des Jahresberichts 2018 der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) bringt die Herausforderungen der letzten Jahre sehr gut auf den Punkt.
Die beiden großen Kirchen in Deutschland werden bis 2060 jedes zweite Mitglied verlieren. Diese Prognose der Universität Freiburg zur Entwicklung der Mitglieder und Kirchensteuereinnahmen ist ein starkes Signal, das den Blick auf den Stiftungszweck der ESPS verändert.

"Wir können die Probleme nicht alleine lösen. Aber als Unternehmen der Evangelischen Landeskirche in Baden und als zuverlässiger Unterstützer der rund 700 Kirchengemeinden in Baden tragen wir unseren Teil dazu bei.", sagt Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau.

Mit Oberkirchenrat Martin Wollinsky, Leiter des Referates Finanzen im Evangelischen Oberkirchenrat und Vorsitzender des Stiftungsrates der ESPS, spricht Strugalla im Jahresbericht 2018 über den Wandel in Gesellschaft und Kirche und die daraus resultierenden Folgen: für die Landeskirche, die ESPS und die Menschen in den Kirchengemeinden.

 

Mehr als 80 Millionen Euro hat die ESPS 2018 an die Landeskirche überwiesen: rund 10 Millionen Euro zur Erfüllung ihres historischen Stiftungszwecks, der Finanzierung kirchlichen Bauens und von Pfarrstellen und 70 Millionen Euro für die Versorgungsstiftung der Landeskirche, die die Renten der kirchlichen Mitarbeitenden für die Zukunft absichern soll.

 

Damit die ESPS auch in Zukunft kirchliches Leben überall in Baden unterstützen kann, hat sich die Stiftung in den letzten Jahren zu einem modernen, kirchlichen Immobilienunternehmen entwickelt. Nur so ist es möglich, die sich verändernden Anforderungen zuverlässig zu erfüllen.

 

Den "Wandel gestalten" - wie die ESPS diesen Herausforderungen begegnet, erfahren Sie im Jahresbericht 2018:      Download

03.09.2019 Waldgipfel: Notfallmaßnahmen erarbeitet. Oberstes Ziel: Den Wald erhalten

„Die Wälder in Baden-Württemberg befinden sich in einer Ausnahmesituation. Der Klimawandel hat den Wäldern mit Dürre, Hitze und Schädlingen stark zugesetzt. Unser oberstes Ziel ist es, den Wald mit all seinen Leistungen für Mensch und Umwelt zu erhalten. Mit dem Notfallplan wollen wir ein Zeichen für den Wald und seine Erhaltung setzen. Der Notfallplan ist ein Signal für entschlossenes Handeln, um den Auswirkungen des Klimawandels gemeinsam zu begegnen“, sagte der Minister der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am 2. September in Rahmen des Waldgipfels in Stuttgart.

Vertreterinnen und Vertreter der Verbände aus den Bereichen Wald, Erholung-, Umwelt- und Naturschutz, der Bauernverbände, der Kirchen, den kommunalen Landesverbänden, der Sägeindustrie, der Politik und der Wissenschaft waren geladen. Die über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten, nach einer Darstellung der aktuellen Situation im Land, den von Minister Hauk vorgelegten Entwurf eines Notfallplans Wald für Baden-Württemberg. Die Ergebnisse des Gipfels werde Hauk im Kabinett vorstellen und beim Waldgipfel der  Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner Ende September einfließen lassen. 
Auf dem Waldgipfel wurde deutlich, dass bei allen Betroffenen größte Sorge vorhanden ist und die Bereitschaft, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Deutlich wurde, dass zur Finanzierung des zusätzlichen Personalbedarfs, der neuen Fördermaßnahmen und Forschungsvorhaben im nächsten Doppelhaushalt jährlich 40 Millionen Euro benötigt werden. „Wir haben uns ein genaues Bild von der Situation gemacht und auch unsere Wissenschaftler in die Bewertung der Lage einbezogen. Gemeinsam mit allen Verantwortlichen müssen wir nun handeln. Der Notfallplan ist dabei ein erster Schritt. Klar ist, dass am Ende ein Masterplan auf dem Tisch liegen muss, der den Wald langfristig fit für den Klimawandel macht“, betonte der Minister.
 
Insgesamt brauche es erhebliche finanzielle Mittel, um die nach der Krisenbewältigung anzugehende Wiederbewaldung zu ermöglichen. „Deshalb habe ich mich beim Bund dafür eingesetzt, dass die forstlichen Maßnahmen im Rahmen der GAK-Förderung für die kommenden vier Jahre auf Bundesebene um weitere 800 Millionen Euro aufgestockt werden“, so Hauk. Baden-Württemberg müsse diese Fördermaßnahmen dann mit circa 15 Millionen Euro jährlich über vier Jahre hinweg aus Landesmitteln kofinanzieren.
 
„Für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer soll der Notfallplan eine handfeste und kurzfristige Unterstützung sein. Wir lassen die Betroffenen mit ihren erheblichen Schäden nicht allein. Der Notfallplan zeigt zudem auf, wie wir gemeinsam der Bedrohung rasch entgegentreten können“, so der Minister. Die geschaffenen Fördermaßnahmen würden beibehalten und noch weiter ausgebaut werden.
 
Noch in diesem Jahr sollen Beihilfen für Aufarbeitung und Entrindung freigegeben und Sammelanträge forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse gefördert werden. Ein wichtiges neues Förderelement sei der kurzfristig umsetzbare Einsatz von angelernten Hilfskräften, die als Unterstützung im Bereich des Borkenkäfermonitorings helfen können, die weitere Verbreitung des Borkenkäfers einzudämmen.

02.09.2019 ESPS nimmt am Waldgipfel Baden-Württemberg am 2. September 2019 in Stuttgart teil

„Sehr viele Wälder der rund 240.000 Waldbesitzer im Land sind durch den Klimawandel stehend K.O.. Die Waldwirtschaft sieht sich auf einer Fläche von rund 1,4 Millionen Hektar Wald im Land Herausforderungen gegenüber, die sie nur mit größtmöglicher Unterstützung durch die Gesellschaft wird meistern können“, sagte Forstminister Peter Hauk, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Der Wald sei für Baden-Württemberg zu wichtig, als dass man ihn tatenlos dem Klimawandel und seinen Folgen preisgeben könne. Frank Philipp, Abteilungsleiter Forst der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS), nimmt an den Beratungen teil. Die ESPS ist die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg.

 

Naturnah bewirtschaftete Wälder seien ideal, um die vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft an den Wald bestmöglich zu erfüllen. Der Waldumbau müsse Zug um Zug und mit Sachverstand vonstattengehen. „Das Thema wird uns auf Jahre und Jahrzehnte hinaus beschäftigen“, betonte Minister Hauk. Ziel des Waldgipfels am 2. September ist es, die Anforderungen an einen ‚Notfallplan Wald‘ gemeinsam mit den Verbänden zu erarbeiten und einen ‚Masterplan Wald‘ für die mittel- und langfristigen Handlungsfelder zu entwickeln. 

28.08.2019 Forstbetrieb der Stiftung verzeichnet historischen Höchststand an Schadholz

Das Forstwirtschaftsjahr 2019 der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) zeigt dramatische Zahlen. Bereits Ende Juli verzeichnet die Stiftung knapp 80 Prozent der Menge an „Käferholz“, die 2018 im gesamten Jahr anfiel. Grund für diese im Vergleich zum Vorjahr markant gestiegene Menge Schadholz ist der Insektenbefall der Bäume. Die anhaltende Trockenheit schwächt die Bäume und begünstigt, dass die Insekten sich extrem vermehren. „Als Stiftung müssen wir den wirtschaftlichen Schaden im Forst im Blick haben. Dennoch ist uns allen klar, dass die Schädigung der Natur die eigentliche Katastrophe ist, deren Auswirkung gar nicht zu beziffern ist,“ erläutert Steffen Ellwanger, Förster der ESPS die Situation.

Insgesamt hat die Stiftung bis Ende Juli rund 33.200 Festmeter Holz geerntet. Davon wurden jedoch nur etwa die Hälfte planmäßig eingeschlagen. Die andere Hälfte des Holzes musste aufgrund von Schäden geschlagen werden, Hauptursache sind Insekten. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren betrug der Anteil an Käferholz an der gesamten Jahresernte lediglich 2,6 Prozent. Eine Entwicklung, die, so Ellwanger, die Stiftung und alle anderen Waldbesitzer und Forstbetriebe vor dieselben großen Herausforderungen stelle.

Douglasie statt Fichte: Ökosystem erhalten
Die Stiftung bewirtschaftet 7.500 Hektar Wald im Odenwald, Kraichgau und Schwarzwald. Sie ist die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Entsprechend hoch ist ihre Verantwortung, den Wald als Naherholungsraum der Region wie auch den Lebensraum für Flora und Fauna zu erhalten. Das bedeutet: Die Stiftung muss mittelfristig Lösungen finden, um den Wald nachhaltig resistenter gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu machen. So haben die Förster der ESPS bereits damit begonnen, den Baumbestand behutsam umzubauen. Die Experten pflanzen bevorzugt klimatolerantere Baumarten wie Douglasie, Tanne, Eiche, versuchsweise auch Baumhasel. Die Fichte wird langsam reduziert. Insbesondere die Douglasie wird im Wald der ESPS schon seit den 1970er intensiver angebaut. Sie hat aktuell einen Anteil von 10 Prozent, die Fichte liegt bei rund 33 Prozent. Dieser Anteil wird sich langsam weiter zugunsten der Douglasie verschieben.

Holz auf Halde: Sägewerke sind dicht
In den Sägewerken kommt es durch den massiven Holzeinschlag zum Preis-Dumping. Außerdem bringt das Überangebot an Holz die Sägewerke an die Grenzen ihrer Kapazität, sie können kein Holz zur Weiterverarbeitung mehr annehmen. Um Abhilfe zu schaffen, hat die ESPS Zwischenlager eingerichtet. Die Lager befinden sich in Fahrenbach im Odenwald und in Neckarbischofsheim. Hier werden große Mengen des geernteten Holzes trocken zwischengelagert: „Wir sind gezwungen, die geschädigten Bäume zu fällen, können sie aber nicht im Wald belassen, da die Käfer sonst noch gesunde Bäume befallen würden. Da die Sägewerke zum Teil nichts mehr abnehmen, mussten wir diese Lösung finden“, erklärt Steffen Ellwanger.

Klimawandel durch eigenes Verhalten beeinflussen
Um auf unser Verhalten einzuwirken, das den Klimawandel mit verursacht, bietet die ESPS beispielsweise zahlreiche waldpädagogische Aktivitäten. Sie unterstützt das jährlich stattfindende Baumhaus-Camp der Evangelischen Landeskirche in Baden, hat sich selbst als Organisation dem zertifizierten Umweltprogramm des „Grünen Gockels“ verpflichtet und tourt mit dem Waldmobil durch Schulen und Kindergärten der Region. „Schöpfung bewahren heißt konkret, dass wir jungen Menschen Respekt vor der Natur und die ökologischen Zusammenhänge vermitteln, sagt Förster und Waldpädagoge Ellwanger.

 

21.08.2019 Baumhaus-Camp im Wald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau wird weiter ausgebaut

35 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren proben den Alltag abseits der Zivilisation im selbst gebauten Baumhaus. Vom 22. bis 31. August findet zum vierten Mal das Baumhaus-Camp im Wald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) in Michelbuch bei Neckarsteinach statt. Die Jugendlichen bauen ein vollständig bewohnbares Baumhaus inklusive Swimming-Pool und Personenaufzug.

14 Plattformen sollen es am Ende sein, die den Jugendlichen als Zuhause auf Zeit hoch in den Wipfeln der Bäume dienen. Dabei werden die Teilnehmer des Camps unter Anleitung der Betreuer die sieben Plattformen weiter ausbauen, die vom letztjährigen Camp im Michelbucher Wald stehen.

„Ziel des einzigartigen Projekts ist es, junge Menschen anzuleiten, bewohnbare Baumhäuser zu bauen, unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Konfession. Das ist ein Angebot der Jugendarbeit der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in Baden“, erläutert Projektleiter Göran Schmidt.

ESPS unterstützt Baumhaus-Camp
Die Stiftung hat sich in den vergangenen Jahren als Experte für Waldpädagogik etabliert. Allein im Jahr 2018 konnten der zertifizierte Waldpädagoge und Mitarbeiter der Stiftung, Steffen Ellwanger mit dem Waldmobil der ESPS rund 1.600 Besucher für ihre Walderlebnisaktionen begeistern. Die Stiftung unterstützt das Camp, indem sie die Flächen im Wald und Material zur Verfügung stellt. Veranstalter des Camps ist der CVJM Baumhauscamp e.V. 

Christliche Lebenswerte im Fokus
Glaubwürdigkeit, Wertschätzung, Selbstbeschränkung, Solidarität, Gerechtigkeit, Verantwortung für sich und andere übernehmen – das sind die Werte, die die Teilnehmer ganz praktisch beim Bau des Baumhauses und in der Gemeinschaft erleben können. Sie sollen Lust machen auf christlichen Glauben und Kirche. „Gerade auf der Ebene des Miteinanders über diese 10 Tage erleben wir, dass sich viele Jugendliche begeistern lassen, die sonst eher distanziert zu Kirche und Glauben stehen“, so Schmidt weiter. Das Baumhaus bleibt nach Ende des Camps bis zum Sommer 2020 stehen und kann über die Homepage https://www.forsthaus-michelbuch.org/ von Interessierten angemietet werden. Während des Camps ist die Öffentlichkeit sehr herzlich zum Besuchertag am 31. August von 11 bis 16 Uhr eingeladen.
 


Daten und Fakten Baumhaus-Camp 2019

Wo: Wald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, 69239 Michelbuch bei Neckarsteinach. Ab dem Wanderparkplatz Kreuzschlag ist der Waldweg zum Camp beschildert. Alternativ verkehrt am Besuchertag ein Shuttle-Bus. GPS: 49°26'01.3"N 8°51'06.7"E

Dauer: 22. bis 31. August

Konstruktion: Ausbau der Plattformen aus 2018. 7 Plattformen stehen bereits, 6 bis neue 7 Plattformen kommen dazu.

Maximale Höhe: 17 Meter

Geplante Gesamtfläche Baumhaus: 700 Quadratmeter

Teilnehmer: 35 Jugendliche im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren, 25 Betreuer

Eingesetztes Material: ca. 250 Baumstämme aus dem Wald der Stiftung, ca. 16 km Seil, 25 kg Nägel, 350 Quadratmeter Bretter

Mehr unter:
www.baumhauscamp.org/

Das Rhein-Neckar-Fernsehens hat am 28. August 2019 über das Baumhaus-Camp berichtet:
Link zur Mediathek

31.07.2019 Chancen der Digitalisierung für Kirchen

Die Kirche ist ein wichtiger wirtschaftlicher Akteur mit einer großen gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung. Genau wie andere Verwaltungsorganisationen steht die Kirche vor der Herausforderung, sich zu entwickeln und zu modernisieren. Arbeitsmodelle, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe werden neu gedacht. Die Digitalisierung spielt dabei eine bedeutende Rolle. Experten und Praktiker waren zu Gast bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS).

Eingeladen durch den Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU), tauschten sie sich über die Perspektiven aus, den Digitalisierungsprozess in kirchlichen Unternehmen und Verwaltungen zu gestalten.

Professor Ralf Daum, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Mannheim (DHBW) und Mitglied der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden stellte die Prozessdigitalisierung als wesentlich für die Modernisierung von Verwaltungen vor. Alexander Wittmann, Leiter Prozesse und IT bei der ESPS, gab mit seinem Werkstattbericht einen profunden Einblick konkrete Praxisbeispiele, die die ESPS mit ihrer digitalen Roadmap bereits umgesetzt hat.

09.07.2019 ESPS ermöglicht optimale Akustik in der Heiliggeistkirche

Die Heiliggeistkirche hat eine neue elektroakustische Anlage. Besucher der Gottesdienste und Konzerte profitieren von einer verbesserten Akustik in Langhaus und Chorschiff. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) ist für die Instandhaltung der Heiliggeistkirche verantwortlich. Sie hat die neue Akustikanlage zu großen Teilen finanziert. Sie wurde am 7 Juli mit einem Gottesdienst feierlich eingeweiht.

Seit Jahren ist es ein lange gehegter Wunsch der Gemeinde, der nun in Erfüllung ging: Eine bessere Akustik für die Predigten, Konzerte, Lesungen.

 

Neben Gottesdiensten wird die Heiliggeistkirche für vielfältige Veranstaltungen genutzt, die jetzt alle deutlich besser erlebbar sind: "Sowohl das gesprochene Wort als auch Musik aller Art kommen jetzt in der Fülle ihres Klanges bei den Besuchern an", freut sich Vincenzo Petracca, Pfarrer der Altstadtgemeinde und Citykirche. "Die Gemeinde, auch insbesondere Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen, können jetzt den Predigten lauschen, das einzelne Wort gut verstehen und die Liturgie mit vollziehen", so Petracca weiter. Neben der Heiliggeistkirche ist die ESPS in Heidelberg auch verantwortlich für die Instandhaltung der Peterskirche, die Friedenskirche, der Kreuzkirche in Wieblingen und die Melanchthonkirche in Rohrbach - insgesamt für 85 Kirchen und 41 Pfarrhäuser im Gebiet der Evangelischen Landeskirche in Baden.

 

Mit modernster Technik Abhilfe geschaffen

 

Bisher war es nicht möglich, die Kirche mit Langhaus und Chorschiff gleichmäßig zu beschallen. Gottes Wort fiel so manches Mal der Akustik zum Opfer, eine Nachhallzeit von bis zu 10 Sekunden machte es nahezu unverständlich. Als Hauptkirche Heidelbergs und eine der bedeutendsten Kirchen der badischen Landeskirche finden viele überregionale und landeskirchliche Gottesdienste in Heiliggeist statt. "Externe Prediger sind regelmäßig an unserer Anlage gescheitert. Manchmal fiel die Anlage einfach mitten im Gottesdienst aus", berichtet Martina Kleinbauer, die die Bau- und Liegenschaftsabteilung der Evangelischen Kirche in Heidelberg leitet. Sie hat in den letzten Monaten den Einbau der Anlage betreut und ist begeistert: "Die neuen Lautsprecher sind im Gegensatz zu den alten nicht mehr an den roten Sandstein angepasst, sondern setzen sich als neues technisches Element eher ab. Ich finde diese bauliche und farbliche Umsetzung zeitgemäß und diese wird auch aus denkmalerischer Sicht mittlerweile begrüßt", erläutert die Architektin. Besonders wichtig war es für sie, dass die Kirche während der Arbeiten geöffnet bleiben konnte und während der Bauphase mobile Lautsprecher zum Einsatz kommen konnten. Künftig kann man nun auch an besonders gut besuchten Gottesdiensten wie an Heilig Abend von der Empore aus dem Geschehen gut folgen. Poetry Slam, Theater- und Tanzgottesdienste der Citykirche entfalten in der Heiliggeistkirche jetzt ihre ganze Wirkung. Für Pfarrer Vincenzo Petracca ein wichtiger Aspekt: Das kulturelle Profil der Citykirche kann durch die neue Lautsprecheranlage deutlich erweitert und geschärft werden.

 

Foto: Karin Wilke

25.06.2019 ESPS ist Hauptsponsor des Badischen Landesposaunentags

Musik und Kirchen gehören untrennbar zusammen – zumal, wenn es um Posaunen geht. Doch beim 29. Badischen Landesposaunentag (LPT) finden die Konzerte nicht nur in Kirchen, sondern an vielen anderen Plätzen in Bruchsal statt. Unter dem Motto "Lasst uns miteinander…" wird der Landesposaunentag am Freitag, 5. Juli feierlich eröffnet. Die ESPS unterstützt den Landesposaunentag als Hauptsponsor.

"Posaunenarbeit spielt musikalisch sozusagen die erste Geige in der badischen Landeskirche, deshalb können wir mit dem Sponsoring unsere Unterstützung des landeskirchlichen Lebens schön zum Ausdruck bringen", sagt Antje Jantz, verantwortlich für das Engagement der ESPS.

Der Landesposaunentag ist das größte überregionale musikalische Ereignis seiner Art in Baden. Es werden tausende Bläserinnen und Bläser aus der gesamten Badischen Landeskirche erwartet. Mit Open-Air-Konzerten, Workshops, Gottesdiensten und Infoständen ist der Landesposaunentag ein Publikumsmagnet für Aktive und Besucher aus der gesamten Region.

 

Weitere Informationen zum Landesposaunentag finden Sie hier: www.posaunenarbeit.de

11.06.2019 ESPS schafft Wohnraum in Mannheim:

Auf dem Gelände um die Epiphanias-Kirche entstehen 30 Mietwohnungen

Beim Investorenwettbewerb zur Bebauung des Areals an der Epiphanias-Kirche in Mannheim-Feudenheim hat der Entwurf des Mannheimer Architekturbüros Storch und Federle den mit 13.500 Euro dotierten 1. Preis erhalten. Investor ist die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, die das Grundstück erwirbt und bebaut. Der Entwurf sieht ein ökologisch ausgerichtetes Ensemble mit 30 Mietwohnungen vor. Die Wettbewerbsbeiträge sind bis 7. Juni im Epiphanias-Haus für die Öffentlichkeit ausgestellt. "Dieses Projekt wird weit über die Stadt hinaus für Aufsehen sorgen", ist sich Projektleiter Steffen Jooß von der Evangelischen Kirche Mannheim sicher.

Zum Hintergrund

 

Das rund 3.000 Quadratmeter umfassende Areal um die Epiphanias-Kirche soll künftig für Wohnbebauung genutzt werden. Dazu hat die Evangelische Kirche Mannheim einen Wettbewerb ausgeschrieben, um einen geeigneten Investor zu finden, der das Grundstück kauft und bebaut. "Durch diese Kombination von Planer und Investor sind die beiden maßgeblichen Mitgestalter bereits im Vorfeld der Umsetzung ein Team", erläutert Projektleiter Steffen Jooß. "Dadurch können wir effektiv vorgehen". Die Jury mit Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirche Mannheim, der evangelischen Gemeinde Feudenheim, der Stadtplanung Mannheim, der Badischen Landeskirche und Architekten hat sich für die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) als Investor und das Mannheimer Büros Storch und Federle entschieden. Eingereicht wurden insgesamt neun Beiträge von Architekturbüros überwiegend aus der Region mit teilweise überregionalen Investoren. Bewertet wurden die Beiträge nach ihrer Passung zum städtebaulichen Kontext, ihre Einbindung in die Umgebung, die architektonische und freiräumliche Qualität, der Nutzungsmix, das Erschließungs- und Verkehrskonzept, die Fassadengestaltung und die Entwicklungsfähigkeit der Idee.

04.06.2019 Stiftungstag Mannheim

Deutscher StiftungsTag 2019 unter dem Motto "Unsere Demokratie"
 

Auf Europas größtem Stiftungskongress sprechen mehr als 2.000 Teilnehmende in über 100 Workshops, Podiumsdiskussionen und Vorträgen über neue Entwicklungen, Denkansätze und Handlungsmöglichkeiten für unsere Demokratie und eine aktive Zivilgesellschaft. Unter den Rednerinnen und Rednern aus Stiftungen, Wirtschaft und Politik sind dabei der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, die Digital-Expertin Marina Weisband, die ehemalige Bundesjustizministerin, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, sowie der Stifter und Autor Dr. Eckart von Hirschhausen.

"Stiftungen zeigen Haltung für unsere Demokratie"

 

"Die aktuellen Entwicklungen in Europa, aber auch in Deutschland zeigen, dass die Demokratie immer wieder aufs Neue verteidigt werden muss. Daran wirken auch Stiftungen mit. Stiftungen sind Ausdruck einer freiheitlichen und lebendigen Bürgergesellschaft. Daher sind sie auch oftmals die ersten Opfer autokratischer Regierungen, wie der Blick nach Ungarn, Russland oder die Türkei zeigt", so Prof. Dr. Joachim Rogall, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

 

Der Veranstalter: Bundesverband Deutscher Stiftungen

 

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen vertritt die Interessen der Stiftungen in Deutschland. Er hat mehr als 4.500 Mitglieder; über Stiftungsverwaltungen sind ihm 8.400 Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden. Damit sind rund drei Viertel des deutschen Stiftungsvermögens im Bundesverband Deutscher Stiftungen organisiert. Der größte und älteste Stiftungsverband in Europa ist das anerkannt führende Kompetenzzentrum für Stiftungen.

22.05.2019 EKD-Kommission ist Gast bei der ESPS

Die Baurechts- und Grundstückskommission der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) ist zu Gast bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Fachleute aus den Bereichen Bau und Liegenschaften tauschen sich im badischen Mosbach und Michelbuch vom 21. bis 23. Mai zu den aktuellen Fragen kirchlichen Immobilienmanagements aus: Wie können kirchliche Gebäude und Grundstücke in Zukunft neben den Gottesdiensten genutzt werden? Wie kann die Evangelische Kirche in Deutschland dazu beitragen, die Wohnungsnot zu lindern, so dass vor allem in Großstädten bezahlbarer Wohnraum für Familien entsteht?

"Da die kirchlichen Körperschaften Grundstücke und Liegenschaften besitzen, sehen wir unsere Aufgabe unter anderem darin, das Erbbaurecht weiterzuentwickeln und marktfähiger zu machen, um damit mehr Wohnraum zu schaffen", so Oberlandeskirchenrat Adalbert Schmidt, Vorsitzender der Kommission.

Die ESPS vertritt die Evangelische Landeskirche in Baden in diesem Gremium. Es tagt seit 1949 kontinuierlich und berät die EKD sowie ihre Gliedkirchen in Rechts- und Verwaltungsfragen des Bau-, Grundstücks- und Friedhofswesens. "Die Stiftung ist als Immobilienunternehmen aufgestellt. Daher liegt es nahe, dass wir mit unserer immobilienwirtschaftlichen Kompetenz die Kirche unterstützen, Lösungen für die Restrukturierung ihrer Liegenschaften zu finden", erläutert Gabriele Frey-Grimberg von der ESPS.

 

Die Kommission ist eine von insgesamt sechs Fachgremien, mit denen die EKD die Zusammenarbeit der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland weiterentwickelt. Die Kommissionen helfen der EKD, ihren Auftrag umzusetzen, Richtlinien aufzustellen, zum Beispiel für die Beschäftigung Pfarrerinnen und Pfarrern und für die Verwaltung kirchlicher Finanzen.

20.05.2019 Bauen für den Stiftungszweck: Kirchengemeinde in Walldorf erhält neues Pfarrhaus

Auf dem Grundstück des ehemaligen Pfarrgartens in Walldorf finanziert die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) derzeit ein neues Pfarrhaus. Es ist eines von insgesamt 41 Pfarrhäusern in Baden, deren Erhalt Stiftungszweck der ESPS ist. Anfang Mai wurde die Bodenplatte verlegt, nun stehen die beiden Geschosse des Einfamilienhauses und das Dach ist gedeckt - der Rohbau ist fertig. Das alte Pfarrhaus war als Wohnhaus nicht mehr geeignet.
Die Stadt Walldorf hat es erworben und nutzt es heute als Begegnungsstätte. "Bisher läuft alles prima und wir liegen gut im Zeitplan", freut sich Gemeindediakon Oliver Tuscher, der den Neubau als Vertreter der Kirchengemeinde Walldorf begleitet. Das neue Pfarrhaus wird in nachhaltiger Holzständerbauweise errichtet und entspricht dem Energieeffizienzstandard KfW 55.

Bis zur geplanten Fertigstellung im Sommer wird die Kirchengemeinde als Bauherrin noch gut gefordert sein: "Während der Estrich trocknet, muss mindestens dreimal am Tag gelüftet werden," informiert der Bauleiter der Fertigbaufirma bei der Baubesprechung über die zukünftigen Schritte. Hinzu kommt, dass die Pfarrstelle I in Walldorf vakant ist. Ein geräumiges und energieeffizientes Pfarrhaus erhöht, so hofft die Gemeinde, die Attraktivität des Standortes für die künftige Pfarrerin oder Pfarrer.

29.04.2019 20 Jahre nachhaltige Forstwirtschaft – Stiftungswald seit 1999 nach PEFC zertifiziert

In diesem Jahr feiert die weltweit größte Waldschutzorganisation PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) ihr Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen. Sie hat in Deutschland die Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Verfahren der Zertifizierung entwickelt. Seitdem haben sich hierzulande über 200.000 Waldbesitzer der PEFC-Zertifizierung angeschlossen. Damit ist auf mehr als zwei Dritteln der deutschen Waldfläche durch unabhängige Kontrollinstitute nachgewiesen, dass diese nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien nachhaltig bewirtschaftet wird. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau war von Beginn an mit dabei. Zum Vermögen der Stiftung gehören 7.500 Hektar Wald. Derzeit bewirtschaften 22 Mitarbeiter der Stiftung die nach PEFC zertifizierten Forstflächen.

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24.04.2019 "Stiftungen können nicht die weißen Ritter sein"

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen sprach mit Ingo Strugalla über das Immobilienvermögen der ESPS, seine Meinung zur aktuellen Miet- und Immobilienkrise und seine Erwartungen an den Wohnungsgipfel auf dem Deutschen StiftungsTag, der vom 5. bis 7. Juni in Mannheim stattfindet. 

Lesen Sie das ganze Interview aktuell auf der Website des Verbands:

Interview mit Ingo Strugalla

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16.04.2019 "Notre-Dame ist Paris, sie ist ein Teil von uns."

Dieser Äußerung einer Pariser Bürgerin schließen sich die Evangelische Landeskirche in Baden und die Evangelische Stiftung Pflege Schönau an.

Notre Dame ist Weltkulturerbe der Unesco, Herz der Île de la Cité, touristischer Mittelpunkt der Stadt und eines der frühesten gotischen Kirchengebäude Frankreichs: Als Stiftung, deren Aufgabe der Erhalt kirchlicher Gebäude ist, sind wir bestürzt und trauern mit den Menschen in Frankreich um das Herz ihrer Stadt, um ihre Cathédrale Notre-Dame de Paris, ein Wahrzeichen Europas für die Menschen auf der ganzen Welt.

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27.03.2019 Zum Tag des Waldes:

Rhein Neckar Fernsehen begleitet das Waldmobil

Vor kurzem erst feierten wir den "Tag des Waldes". Für die ESPS als größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg Zeit, sich zum "World Wood Day" der Vereinten Nationen aufs Unterschiedlichste mit dem Thema Holz zu beschäftigen: Allein in Mannheim und Brühl stehen zwei große Projekte in Holzbauweise kurz vor Baubeginn.
Zum anderen erfreut sich die Waldpädagogik der Stiftung bei Kindern und Jugendlichen immer größerer Beliebtheit. Das Rhein-Neckar-Fernsehen hat das Waldmobil auf seinem Einsatz im Käfertaler Wald bei Mannheim begleitet. Pädagogik vor Ort, ein Wald zum Spüren, Riechen und Anfassen - hier zum Nachschauen der Spot aus RNF LIFE vom 21.3.2019.

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20.03.2019 Waldpädagogik: Evangelische Stiftung Pflege Schönau bietet Kindern einmaliges Naturerlebnis

Die Saison des Waldmobils der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) hat begonnen. Pünktlich zum "Tag des Waldes" am 21. März ist das Waldmobil der Stiftung wieder im Einsatz. In ganz Nordbaden ist das mobile Waldklassenzimmer rund 30 Mal bis zu den Sommerferien unterwegs: Für viele Kinder und Jugendliche oft das erste Mal, dem Wald zu begegnen und seine Geheimnisse zu erkunden.

Allein fünf Kindergartengruppen, 20 Grundschulklassen und zwei achte Gymnasialklassen aus der Region nutzen aktuell das waldpädagogische Angebot der ESPS: "Wir buchen das Waldmobil regelmäßig zweimal im Jahr. Die Kinder sind begeistert, weil es Pflanzen und Tiere unserer direkten Umgebung ganz nahe bringt.

Viele erleben Natur zum ersten Mal so unmittelbar", sagt Diana Dinc, stellvertretende Leiterin der Pfalzgraf-Otto-Kindertagesstätte in Mosbach. Auch Ältere spricht das Waldmobil an: Studenten der Agrarwirtschaft und Holzwirtschaft der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) oder angehende Biologielehrer der Pädagogischen Hochschule Heidelberg nutzen das waldpädagogische Angebot.

 

Nachhaltigkeit begreifen

Ökologische Zusammenhänge in der Natur praktisch erlebbar zu machen - das steht für Steffen Ellwanger im Vordergrund. Der ausgebildete Waldpädagoge und Förster der ESPS legt Wert darauf, dass seine jungen Teilnehmer verstehen, was nachhaltige Bewirtschaftung bedeutet: "Zum Beispiel, dass wir das Holz nutzen und dadurch die Bäume, die stehen bleiben, stabiler, vitaler und dicker werden. Dies geschieht schon seit mehreren hundert Jahren, ohne dass der Wald verschwindet oder darunter leidet. Holz ist ein nachhaltiger, umweltfreundlicher Rohstoff, der bei uns auch regional vermarktet und verbraucht wird," so Ellwanger. Waldpädagogik spricht die Kinder mit "Kopf, Herz und Hand" an. Sie leitet am Beispiel des Waldes dazu an, verantwortungsbewusst und vernetzt zu handeln. So ist die Nachhaltigkeit auch erster Grundsatz bei der Bewirtschaftung des Stiftungswaldes. Daher orientiert die Waldpädagogik der ESPS sich am UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

 

"Aha"-Effekt: Die vitalsten Bäumchen setzen sich durch

Was bedeutet Naturverjüngung? Um dies zu erfahren, sammelt sich die Gruppe bei jeder Waldaktion um einen markierten Quadratmeter Boden. Dabei wird der Blick der Schüler auf die Naturverjüngung gelenkt: die kommende Waldgeneration und das Kapital des Waldbesitzers für die Zukunft. Anhand der ein- bis dreijährigen Pflänzchen von Buchen, Eichen, Tannen und Douglasien erfahren die Kinder, dass die Bäume besonders das Sonnenlicht brauchen, um wachsen zu können und der Förster in den ersten zwanzig Jahren nicht viel tun muss. Die vitalsten Bäumchen setzen sich durch, sie bilden später den neuen Wald. Der "Aha"-Effekt: aus zehn Zentimeter kleinen Bäumchen werden riesige Bäume.

 

Informationen zum Waldmobil über Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, Steffen Ellwanger, Fon: 06261/9248-12 oder per E-Mail: steffen.ellwanger(at)@esp-schoenau.de

 

Der Internationale Tag des Waldes wurde 1970 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um seitdem jährlich am 21. März auf die globale Waldvernichtung aufmerksam zu machen.

01.03.2019 Erbbaurecht neu entdeckt: Evangelische Stiftung Pflege Schönau vergibt die meisten Erbbaurechte in der Region

In den eigenen vier Wänden wohnen, den Kaufpreis für das Grundstück sparen: Rechtzeitig zu seinem 100. Geburtstag sehen Politik und Verbände im Modell des Erbbaurechts ein Potenzial gegen die Wohnungsnot. Am 25. und 26. Februar tagte der Deutsche Erbbaurechtsverband in Dortmund.

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS), Gründungsmitglied des Deutschen Erbbaurechtsverbands, hat allein 13.000 Erbbaurechte vergeben. Davon profitieren zum großen Teil Bürger in der Metropolregion: "Mehr als zwei Drittel unserer Erbbaurechte liegen in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis", erklärt Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der ESPS.

"Als Stiftung mit einem großen Besitz an Flächen schaffen wir traditionell Wohnraum für die Menschen in der Region", so Strugalla weiter. Die Stiftung leiste so einen Beitrag zur Daseinsvorsorge. Weitere Erbbaurechte der Stiftung werden im Neckar-Odenwald-Kreis, in Pforzheim und Karlsruhe sowie im Schwarzwald genutzt.

 

Wohnraum ist inzwischen nicht nur innerstädtisch knapp und teuer. Auch im Umland steigen die Preise. Dem Monatsbericht Februar 2019 der Deutschen Bundesbank zufolge zogen die Immobilienpreise außerhalb der städtischen Gebiete im Vergleich zu den Vorjahren verstärkt an. Auch die Grundstücke der Stiftung liegen zu rund 50 Prozent im Umland, die andere Hälfte in den Ballungszentren Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Freiburg.

 

Der durchschnittliche Kaufpreis für Bauland ist in Deutschland seit 2011 kontinuierlich gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) lag der Kaufwert pro Quadratmeter 2016 bei 127,93 Euro. Gleichzeitig wurde durch die Wohnimmobilienkreditrichtlinie die Kreditvergabe noch strenger reglementiert. Für viele Interessenten ist es deshalb heute schwer, überhaupt Wohneigentum zu bilden. In dieser Situation kann das Erbbaurecht eine gute Alternative sein. Denn hierbei kauft Interessent nur das Haus, nicht aber das Grundstück. Stattdessen zahlt er einen Erbbauzins an den Grundstückseigentümer. Damit ist das Erbbaurecht insbesondere für Käufer interessant, die über wenig Liquidität verfügen oder ihr Eigenkapital schonen möchten. Außerdem lohnt es sich für alle, die einen bezahlbaren Weg aus der Miete ins Eigentum suchen, aber nicht in der Lage sind, hohe Grundstückskosten zu finanzieren. Die größten Erbbaurechtsgeber in Deutschland sind Kommunen, Stiftungen und Kirchengemeinden. Auch die großen Immobilienportale im Internet veröffentlichen Erbbaurechtsangebote.

 

14.02.2019 ESPS investiert in Neubauprojekt auf Flächen der Campbell Barracks

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) erweitert ihr Wohnungsangebot in Heidelberg. Insgesamt 38 Wohnungen entstehen auf den Konversionsflächen der Campbell Barracks. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

"38 neue Wohnungen für Heidelberg, 32 davon im preisgedämpften Segment -angesichts des knappen Wohnraums in der Universitätsstadt ist das der Beitrag, den wir als Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden leisten", erläutert Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der ESPS das Vorhaben.

Entstehen wird ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Fläche von insgesamt 3.560 Quadratmetern. Darin enthalten ist sowohl Wohnfläche als auch Fläche für drei Gewerbeeinheiten. Die Stiftung setzt mit diesem Projekt weiter ihre Strategie um, ihren Bestand von derzeit 800 Wohnungen bis 2025 zu verdoppeln. "Geplant ist, dass wir mit der Mehrzahl der Wohnungen auf den Campbell Barracks sozialen Wohnraum für Interessenten schaffen, die einen Wohnberechtigungsschein haben", so Strugalla weiter.

 

Damit folgt die Stiftung der Empfehlung des Rats der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), den Wohnungsmarkt stärker für Benachteiligte nutzbar zu machen. Die ESPS realisiert das Vorhaben mit der BPD Immobilienentwicklung GmbH. Neben dem Neubau in Heidelberg plant die ESPS den Bau von insgesamt 105 weiteren Wohnungen in Mannheim und Freiburg. Alle drei Bauprojekte sollen in diesem Jahr starten.

 

Erläuterung zum Foto: Das Luftbild zeigt die Campbell Barracks von Ost nach West. Das Baufeld der ESPS ist mit einem roten Pfeil markiert.

 

Foto: Klaus Venus

22.01.2019 2019: Das Erbbaurecht wird 100 Jahre alt

Vor fast genau 100 Jahren, am 15.01.1919, trat das deutsche Erbbaurechtsgesetz in Kraft. Schon vor dem Ersten Weltkrieg war der Wohnraum in den Städten knapp. Die Situation verschärfte sich durch Rückkehrer und Flüchtlinge, die nun in die Städte drängten.

In dieser Situation sollte das Erbbaurecht auch Menschen mit wenig Einkommen Wohneigentum ermöglichen und Bodenspekulationen vorbeugen. "Heute ist diese Idee angesichts steigender Mieten und Kaufpreise so aktuell wie selten", lautet die Einschätzung des Deutschen Erbbaurechtsverbands.

 

Vor allem für Kommunen wird das Erbbaurecht immer attraktiver. Denn als Erbbaurechtsausgeber können sie Einfluss auf die Bebauung und Verwendung des Erbbaurechts nehmen. Damit schaffen sie für ihre Bürgerinnen und Bürger, die mit steigenden Mieten und Kaufpreisen zu kämpfen haben, bezahlbaren Wohnraum. Die Trennung zwischen Eigentum am Grundstück und Eigentum auf dem darauf stehenden Gebäude ermöglicht es gerade auch weniger finanzstarken Häuslebauern, in den eigenen vier Wänden zu leben.

 

Auch auf Bundesebene ist das Thema angekommen. 2016 hat die Regierung die verstärkte Nutzung des Erbbaurechts zum Bestandteil ihres Koalitionsvertrags gemacht. In der Erklärung zum Wohnungsgipfel im September 2018 kündigt die Regierung an, für bundeseigene Grundstücke die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, um auch das Erbbaurecht nutzen zu können. Außerdem soll die Expertenkommission "Nachhaltige
Baulandmobilisierung und Bodenpolitik" bis Sommer 2019 Vorschläge für eine bessere Baulandpolitik erarbeiten. Dabei lotet sie unter anderem das Potenzial des Erbbaurechts für den Bau bezahlbarer Wohnungen aus. "Das Interesse am Erbbaurecht steigt merklich an", sagt Hans-Christian Biallas. Präsident des Erbbaurechtsverbandes. "Das zeigt: Auch nach 100 Jahren ist es nicht aus der Mode gekommen – ganz im Gegenteil."

 

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) verwaltet über 13.000 Erbbaurechte in Baden. Damit ist die ESPS bundesweit die größte kirchliche Ausgeberin von Erbbaurechten und nach der Klosterkammer Hannover die zweitgrößte Institution in diesem Marktsegment überhaupt.