EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 

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Neuigkeiten

20.05.2019 Bauen für den Stiftungszweck: Kirchengemeinde in Walldorf erhält neues Pfarrhaus

Auf dem Grundstück des ehemaligen Pfarrgartens in Walldorf finanziert die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) derzeit ein neues Pfarrhaus. Es ist eines von insgesamt 41 Pfarrhäusern in Baden, deren Erhalt Stiftungszweck der ESPS ist. Anfang Mai wurde die Bodenplatte verlegt, nun stehen die beiden Geschosse des Einfamilienhauses und das Dach ist gedeckt - der Rohbau ist fertig. Das alte Pfarrhaus war als Wohnhaus nicht mehr geeignet.
Die Stadt Walldorf hat es erworben und nutzt es heute als Begegnungsstätte. "Bisher läuft alles prima und wir liegen gut im Zeitplan", freut sich Gemeindediakon Oliver Tuscher, der den Neubau als Vertreter der Kirchengemeinde Walldorf begleitet. Das neue Pfarrhaus wird in nachhaltiger Holzständerbauweise errichtet und entspricht dem Energieeffizienzstandard KfW 55.

Bis zur geplanten Fertigstellung im Sommer wird die Kirchengemeinde als Bauherrin noch gut gefordert sein: "Während der Estrich trocknet, muss mindestens dreimal am Tag gelüftet werden," informiert der Bauleiter der Fertigbaufirma bei der Baubesprechung über die zukünftigen Schritte. Hinzu kommt, dass die Pfarrstelle I in Walldorf vakant ist. Ein geräumiges und energieeffizientes Pfarrhaus erhöht, so hofft die Gemeinde, die Attraktivität des Standortes für die künftige Pfarrerin oder Pfarrer.

29.04.2019 20 Jahre nachhaltige Forstwirtschaft – Stiftungswald seit 1999 nach PEFC zertifiziert

In diesem Jahr feiert die weltweit größte Waldschutzorganisation PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) ihr Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen. Sie hat in Deutschland die Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Verfahren der Zertifizierung entwickelt. Seitdem haben sich hierzulande über 200.000 Waldbesitzer der PEFC-Zertifizierung angeschlossen. Damit ist auf mehr als zwei Dritteln der deutschen Waldfläche durch unabhängige Kontrollinstitute nachgewiesen, dass diese nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien nachhaltig bewirtschaftet wird. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau war von Beginn an mit dabei. Zum Vermögen der Stiftung gehören 7.500 Hektar Wald. Derzeit bewirtschaften 22 Mitarbeiter der Stiftung die nach PEFC zertifizierten Forstflächen.

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24.04.2019 "Stiftungen können nicht die weißen Ritter sein"

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen sprach mit Ingo Strugalla über das Immobilienvermögen der ESPS, seine Meinung zur aktuellen Miet- und Immobilienkrise und seine Erwartungen an den Wohnungsgipfel auf dem Deutschen StiftungsTag, der vom 5. bis 7. Juni in Mannheim stattfindet. 

Lesen Sie das ganze Interview aktuell auf der Website des Verbands:

Interview mit Ingo Strugalla

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16.04.2019 "Notre-Dame ist Paris, sie ist ein Teil von uns."

Dieser Äußerung einer Pariser Bürgerin schließen sich die Evangelische Landeskirche in Baden und die Evangelische Stiftung Pflege Schönau an.

Notre Dame ist Weltkulturerbe der Unesco, Herz der Île de la Cité, touristischer Mittelpunkt der Stadt und eines der frühesten gotischen Kirchengebäude Frankreichs: Als Stiftung, deren Aufgabe der Erhalt kirchlicher Gebäude ist, sind wir bestürzt und trauern mit den Menschen in Frankreich um das Herz ihrer Stadt, um ihre Cathédrale Notre-Dame de Paris, ein Wahrzeichen Europas für die Menschen auf der ganzen Welt.

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27.03.2019 Zum Tag des Waldes:

Rhein Neckar Fernsehen begleitet das Waldmobil

Vor kurzem erst feierten wir den "Tag des Waldes". Für die ESPS als größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg Zeit, sich zum "World Wood Day" der Vereinten Nationen aufs Unterschiedlichste mit dem Thema Holz zu beschäftigen: Allein in Mannheim und Brühl stehen zwei große Projekte in Holzbauweise kurz vor Baubeginn.
Zum anderen erfreut sich die Waldpädagogik der Stiftung bei Kindern und Jugendlichen immer größerer Beliebtheit. Das Rhein-Neckar-Fernsehen hat das Waldmobil auf seinem Einsatz im Käfertaler Wald bei Mannheim begleitet. Pädagogik vor Ort, ein Wald zum Spüren, Riechen und Anfassen - hier zum Nachschauen der Spot aus RNF LIFE vom 21.3.2019.

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20.03.2019 Waldpädagogik: Evangelische Stiftung Pflege Schönau bietet Kindern einmaliges Naturerlebnis

Die Saison des Waldmobils der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) hat begonnen. Pünktlich zum "Tag des Waldes" am 21. März ist das Waldmobil der Stiftung wieder im Einsatz. In ganz Nordbaden ist das mobile Waldklassenzimmer rund 30 Mal bis zu den Sommerferien unterwegs: Für viele Kinder und Jugendliche oft das erste Mal, dem Wald zu begegnen und seine Geheimnisse zu erkunden.

Allein fünf Kindergartengruppen, 20 Grundschulklassen und zwei achte Gymnasialklassen aus der Region nutzen aktuell das waldpädagogische Angebot der ESPS: "Wir buchen das Waldmobil regelmäßig zweimal im Jahr. Die Kinder sind begeistert, weil es Pflanzen und Tiere unserer direkten Umgebung ganz nahe bringt.

Viele erleben Natur zum ersten Mal so unmittelbar", sagt Diana Dinc, stellvertretende Leiterin der Pfalzgraf-Otto-Kindertagesstätte in Mosbach. Auch Ältere spricht das Waldmobil an: Studenten der Agrarwirtschaft und Holzwirtschaft der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) oder angehende Biologielehrer der Pädagogischen Hochschule Heidelberg nutzen das waldpädagogische Angebot.

 

Nachhaltigkeit begreifen

Ökologische Zusammenhänge in der Natur praktisch erlebbar zu machen - das steht für Steffen Ellwanger im Vordergrund. Der ausgebildete Waldpädagoge und Förster der ESPS legt Wert darauf, dass seine jungen Teilnehmer verstehen, was nachhaltige Bewirtschaftung bedeutet: "Zum Beispiel, dass wir das Holz nutzen und dadurch die Bäume, die stehen bleiben, stabiler, vitaler und dicker werden. Dies geschieht schon seit mehreren hundert Jahren, ohne dass der Wald verschwindet oder darunter leidet. Holz ist ein nachhaltiger, umweltfreundlicher Rohstoff, der bei uns auch regional vermarktet und verbraucht wird," so Ellwanger. Waldpädagogik spricht die Kinder mit "Kopf, Herz und Hand" an. Sie leitet am Beispiel des Waldes dazu an, verantwortungsbewusst und vernetzt zu handeln. So ist die Nachhaltigkeit auch erster Grundsatz bei der Bewirtschaftung des Stiftungswaldes. Daher orientiert die Waldpädagogik der ESPS sich am UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

 

"Aha"-Effekt: Die vitalsten Bäumchen setzen sich durch

Was bedeutet Naturverjüngung? Um dies zu erfahren, sammelt sich die Gruppe bei jeder Waldaktion um einen markierten Quadratmeter Boden. Dabei wird der Blick der Schüler auf die Naturverjüngung gelenkt: die kommende Waldgeneration und das Kapital des Waldbesitzers für die Zukunft. Anhand der ein- bis dreijährigen Pflänzchen von Buchen, Eichen, Tannen und Douglasien erfahren die Kinder, dass die Bäume besonders das Sonnenlicht brauchen, um wachsen zu können und der Förster in den ersten zwanzig Jahren nicht viel tun muss. Die vitalsten Bäumchen setzen sich durch, sie bilden später den neuen Wald. Der "Aha"-Effekt: aus zehn Zentimeter kleinen Bäumchen werden riesige Bäume.

 

Informationen zum Waldmobil über Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, Steffen Ellwanger, Fon: 06261/9248-12 oder per E-Mail: steffen.ellwanger(at)@esp-schoenau.de

 

Der Internationale Tag des Waldes wurde 1970 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um seitdem jährlich am 21. März auf die globale Waldvernichtung aufmerksam zu machen.

01.03.2019 Erbbaurecht neu entdeckt: Evangelische Stiftung Pflege Schönau vergibt die meisten Erbbaurechte in der Region

In den eigenen vier Wänden wohnen, den Kaufpreis für das Grundstück sparen: Rechtzeitig zu seinem 100. Geburtstag sehen Politik und Verbände im Modell des Erbbaurechts ein Potenzial gegen die Wohnungsnot. Am 25. und 26. Februar tagte der Deutsche Erbbaurechtsverband in Dortmund.

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS), Gründungsmitglied des Deutschen Erbbaurechtsverbands, hat allein 13.000 Erbbaurechte vergeben. Davon profitieren zum großen Teil Bürger in der Metropolregion: "Mehr als zwei Drittel unserer Erbbaurechte liegen in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis", erklärt Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der ESPS.

"Als Stiftung mit einem großen Besitz an Flächen schaffen wir traditionell Wohnraum für die Menschen in der Region", so Strugalla weiter. Die Stiftung leiste so einen Beitrag zur Daseinsvorsorge. Weitere Erbbaurechte der Stiftung werden im Neckar-Odenwald-Kreis, in Pforzheim und Karlsruhe sowie im Schwarzwald genutzt.

 

Wohnraum ist inzwischen nicht nur innerstädtisch knapp und teuer. Auch im Umland steigen die Preise. Dem Monatsbericht Februar 2019 der Deutschen Bundesbank zufolge zogen die Immobilienpreise außerhalb der städtischen Gebiete im Vergleich zu den Vorjahren verstärkt an. Auch die Grundstücke der Stiftung liegen zu rund 50 Prozent im Umland, die andere Hälfte in den Ballungszentren Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Freiburg.

 

Der durchschnittliche Kaufpreis für Bauland ist in Deutschland seit 2011 kontinuierlich gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) lag der Kaufwert pro Quadratmeter 2016 bei 127,93 Euro. Gleichzeitig wurde durch die Wohnimmobilienkreditrichtlinie die Kreditvergabe noch strenger reglementiert. Für viele Interessenten ist es deshalb heute schwer, überhaupt Wohneigentum zu bilden. In dieser Situation kann das Erbbaurecht eine gute Alternative sein. Denn hierbei kauft Interessent nur das Haus, nicht aber das Grundstück. Stattdessen zahlt er einen Erbbauzins an den Grundstückseigentümer. Damit ist das Erbbaurecht insbesondere für Käufer interessant, die über wenig Liquidität verfügen oder ihr Eigenkapital schonen möchten. Außerdem lohnt es sich für alle, die einen bezahlbaren Weg aus der Miete ins Eigentum suchen, aber nicht in der Lage sind, hohe Grundstückskosten zu finanzieren. Die größten Erbbaurechtsgeber in Deutschland sind Kommunen, Stiftungen und Kirchengemeinden. Auch die großen Immobilienportale im Internet veröffentlichen Erbbaurechtsangebote.

 

14.02.2019 ESPS investiert in Neubauprojekt auf Flächen der Campbell Barracks

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) erweitert ihr Wohnungsangebot in Heidelberg. Insgesamt 38 Wohnungen entstehen auf den Konversionsflächen der Campbell Barracks. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

"38 neue Wohnungen für Heidelberg, 32 davon im preisgedämpften Segment -angesichts des knappen Wohnraums in der Universitätsstadt ist das der Beitrag, den wir als Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden leisten", erläutert Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der ESPS das Vorhaben.

Entstehen wird ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Fläche von insgesamt 3.560 Quadratmetern. Darin enthalten ist sowohl Wohnfläche als auch Fläche für drei Gewerbeeinheiten. Die Stiftung setzt mit diesem Projekt weiter ihre Strategie um, ihren Bestand von derzeit 800 Wohnungen bis 2025 zu verdoppeln. "Geplant ist, dass wir mit der Mehrzahl der Wohnungen auf den Campbell Barracks sozialen Wohnraum für Interessenten schaffen, die einen Wohnberechtigungsschein haben", so Strugalla weiter.

 

Damit folgt die Stiftung der Empfehlung des Rats der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), den Wohnungsmarkt stärker für Benachteiligte nutzbar zu machen. Die ESPS realisiert das Vorhaben mit der BPD Immobilienentwicklung GmbH. Neben dem Neubau in Heidelberg plant die ESPS den Bau von insgesamt 105 weiteren Wohnungen in Mannheim und Freiburg. Alle drei Bauprojekte sollen in diesem Jahr starten.

 

Erläuterung zum Foto: Das Luftbild zeigt die Campbell Barracks von Ost nach West. Das Baufeld der ESPS ist mit einem roten Pfeil markiert.

 

Foto: Klaus Venus

22.01.2019 2019: Das Erbbaurecht wird 100 Jahre alt

Vor fast genau 100 Jahren, am 15.01.1919, trat das deutsche Erbbaurechtsgesetz in Kraft. Schon vor dem Ersten Weltkrieg war der Wohnraum in den Städten knapp. Die Situation verschärfte sich durch Rückkehrer und Flüchtlinge, die nun in die Städte drängten.

In dieser Situation sollte das Erbbaurecht auch Menschen mit wenig Einkommen Wohneigentum ermöglichen und Bodenspekulationen vorbeugen. "Heute ist diese Idee angesichts steigender Mieten und Kaufpreise so aktuell wie selten", lautet die Einschätzung des Deutschen Erbbaurechtsverbands.

 

Vor allem für Kommunen wird das Erbbaurecht immer attraktiver. Denn als Erbbaurechtsausgeber können sie Einfluss auf die Bebauung und Verwendung des Erbbaurechts nehmen. Damit schaffen sie für ihre Bürgerinnen und Bürger, die mit steigenden Mieten und Kaufpreisen zu kämpfen haben, bezahlbaren Wohnraum. Die Trennung zwischen Eigentum am Grundstück und Eigentum auf dem darauf stehenden Gebäude ermöglicht es gerade auch weniger finanzstarken Häuslebauern, in den eigenen vier Wänden zu leben.

 

Auch auf Bundesebene ist das Thema angekommen. 2016 hat die Regierung die verstärkte Nutzung des Erbbaurechts zum Bestandteil ihres Koalitionsvertrags gemacht. In der Erklärung zum Wohnungsgipfel im September 2018 kündigt die Regierung an, für bundeseigene Grundstücke die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, um auch das Erbbaurecht nutzen zu können. Außerdem soll die Expertenkommission "Nachhaltige
Baulandmobilisierung und Bodenpolitik" bis Sommer 2019 Vorschläge für eine bessere Baulandpolitik erarbeiten. Dabei lotet sie unter anderem das Potenzial des Erbbaurechts für den Bau bezahlbarer Wohnungen aus. "Das Interesse am Erbbaurecht steigt merklich an", sagt Hans-Christian Biallas. Präsident des Erbbaurechtsverbandes. "Das zeigt: Auch nach 100 Jahren ist es nicht aus der Mode gekommen – ganz im Gegenteil."

 

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) verwaltet über 13.000 Erbbaurechte in Baden. Damit ist die ESPS bundesweit die größte kirchliche Ausgeberin von Erbbaurechten und nach der Klosterkammer Hannover die zweitgrößte Institution in diesem Marktsegment überhaupt.