EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 
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NEWS
Stiftung

ESPS investiert in Neubauprojekt auf Flächen der Campbell Barracks

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) erweitert ihr Wohnungsangebot in Heidelberg. Insgesamt 38 Wohnungen entstehen auf den Konversionsflächen der Campbell Barracks. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

"38 neue Wohnungen für Heidelberg, 32 davon im preisgedämpften Segment -angesichts des knappen Wohnraums in der Universitätsstadt ist das der Beitrag, den wir als Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden leisten", erläutert Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der ESPS das Vorhaben.

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2019: Das Erbbaurecht wird 100 Jahre alt

Vor fast genau 100 Jahren, am 15.01.1919, trat das deutsche Erbbaurechtsgesetz in Kraft. Schon vor dem Ersten Weltkrieg war der Wohnraum in den Städten knapp. Die Situation verschärfte sich durch Rückkehrer und Flüchtlinge, die nun in die Städte drängten.

In dieser Situation sollte das Erbbaurecht auch Menschen mit wenig Einkommen Wohneigentum ermöglichen und Bodenspekulationen vorbeugen. "Heute ist diese Idee angesichts steigender Mieten und Kaufpreise so aktuell wie selten", lautet die Einschätzung des Deutschen Erbbaurechtsverbands.

 

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ESPS bundesweit auf Platz zwei der Stiftungen öffentlich Rechts

Nach dem Ranking des Bundesverbands Deutscher Stiftungen ist die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) die zweitgrößte Stiftung öffentlichen Rechts in Deutschland. Zählt man das Vermögen der kleineren, mitverwalteten Evangelischen Pfarrpfründestiftung Baden (EPSB) hinzu, liegt sie auf Platz eins.

Der Mannheimer Morgen berichtet in seiner Ausgabe vom 21. November über die größten Stiftungen der Metropolregion Rhein-Neckar. Hier gibt es eine hohe Dichte von Stiftungen, die sich durch ein besonders großes Vermögen oder hohe Ausgaben für ihren Stiftungszweck hervorheben.

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Digitalisierung als gemeinsame ethische Herausforderung

Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU) diskutiert mit Landesbischöfen

Soviel ist sicher: Die Digitalisierung ist ein fundamentaler Veränderungsprozess, der die Grundlagen unseres Zusammenlebens und Zusammenarbeitens in bislang ungekanntem Maße herausfordert und neu definiert.

Die Landesbischöfe der evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg haben gemeinsam mit evangelischen Unternehmern dazu aufgerufen, in der Digitalisierung "Antworten aus einer christlichen Haltung" zu finden.

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ESPS als "Best Practice"-Beispiel 

Immobilien erfolgreich managen

Kirchliche Stiftungen sehen sich großen Herausforderung gegenüber:

Zum einen erfüllen sie ihren kirchlichen Stiftungszweck, gleichzeitig müssen sie Strukturen für unternehmerisches Handeln schaffen. Beide Punkte miteinander zu vereinen, kann herausfordernd sein – aber auch erfolgreich funktionieren.
Ein Beispiel hierfür ist die ESPS.

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Entstehen wird ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Fläche von insgesamt 3.560 Quadratmetern. Darin enthalten ist sowohl Wohnfläche als auch Fläche für drei Gewerbeeinheiten. Die Stiftung setzt mit diesem Projekt weiter ihre Strategie um, ihren Bestand von derzeit 800 Wohnungen bis 2025 zu verdoppeln. "Geplant ist, dass wir mit der Mehrzahl der Wohnungen auf den Campbell Barracks sozialen Wohnraum für Interessenten schaffen, die einen Wohnberechtigungsschein haben", so Strugalla weiter.

 

Damit folgt die Stiftung der Empfehlung des Rats der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), den Wohnungsmarkt stärker für Benachteiligte nutzbar zu machen. Die ESPS realisiert das Vorhaben mit der BPD Immobilienentwicklung GmbH. Neben dem Neubau in Heidelberg plant die ESPS den Bau von insgesamt 105 weiteren Wohnungen in Mannheim und Freiburg. Alle drei Bauprojekte sollen in diesem Jahr starten.

 

Erläuterung zum Foto: Das Luftbild zeigt die Campbell Barracks von Ost nach West. Das Baufeld der ESPS ist mit einem roten Pfeil markiert.

 

Foto: Klaus Venus

Vor allem für Kommunen wird das Erbbaurecht immer attraktiver. Denn als Erbbaurechtsausgeber können sie Einfluss auf die Bebauung und Verwendung des Erbbaurechts nehmen. Damit schaffen sie für ihre Bürgerinnen und Bürger, die mit steigenden Mieten und Kaufpreisen zu kämpfen haben, bezahlbaren Wohnraum. Die Trennung zwischen Eigentum am Grundstück und Eigentum auf dem darauf stehenden Gebäude ermöglicht es gerade auch weniger finanzstarken Häuslebauern, in den eigenen vier Wänden zu leben.

 

Auch auf Bundesebene ist das Thema angekommen. 2016 hat die Regierung die verstärkte Nutzung des Erbbaurechts zum Bestandteil ihres Koalitionsvertrags gemacht. In der Erklärung zum Wohnungsgipfel im September 2018 kündigt die Regierung an, für bundeseigene Grundstücke die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, um auch das Erbbaurecht nutzen zu können. Außerdem soll die Expertenkommission "Nachhaltige
Baulandmobilisierung und Bodenpolitik" bis Sommer 2019 Vorschläge für eine bessere Baulandpolitik erarbeiten. Dabei lotet sie unter anderem das Potenzial des Erbbaurechts für den Bau bezahlbarer Wohnungen aus. "Das Interesse am Erbbaurecht steigt merklich an", sagt Hans-Christian Biallas. Präsident des Erbbaurechtsverbandes. "Das zeigt: Auch nach 100 Jahren ist es nicht aus der Mode gekommen – ganz im Gegenteil."

 

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) verwaltet über 13.000 Erbbaurechte in Baden. Damit ist die ESPS bundesweit die größte kirchliche Ausgeberin von Erbbaurechten und nach der Klosterkammer Hannover die zweitgrößte Institution in diesem Marktsegment überhaupt.

 

Das sind neben der ESPS beispielsweise die Dietmar Hopp Stiftung in Walldorf, die Klaus Tschira Stiftung gGmbH und die SRH Holding in Heidelberg, sowie die historische Schwesterstiftung der ESPS, die Pfälzer Katholische Kirchenschaffnei, ebenfalls in Heidelberg. Der Mannheimer Morgen listet in seinem Beitrag Stiftungen öffentlichen sowie privaten Rechts. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 22.000 Stiftungen.

 

 

Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen

Als Mitglied des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) nahm auch die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) an dem Gespräch in Stuttgart teil.

 

Wichtig sei, dass die "gleiche Würde jedes Menschen in den oft umstürzenden Digitalisierungs- und Differenzierungsprozessen gewahrt bleibt", erklärten Jochen Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe) und Frank Otfried July (Stuttgart). Für die evangelischen Unternehmer wies AEU-Vorstandsmitglied Jörg Kopecz (Sinsheim) auf die Herausforderung der Unternehmen hin, die "digitale Revolution" mit zu gestalten. Die Wirtschaft beinhalte mehr als Geschäftsprozesse, erklärte Kopecz. Es gehe auch um "Werte, Strukturen und um das Ringen um die bestmöglichen und tragfähigsten Lösungen für unser Wohlergehen und unseren Erfolg."

 

Die Landesbischöfe betonten grundsätzlich die Notwendigkeit, als Kirche "in einem konstruktiven Gespräch" mit den Arbeitnehmern, den Gewerkschaften sowie den Unternehmerinnen und Unternehmern zu sein. Der christliche Glaube rufe auch im Unternehmen in die "persönliche Verantwortung". Dem AEU komme dabei eine besondere Bedeutung zu, "denn die hier Engagierten suchen einen Weg, ihr Tun an ihren evangelisch-christlichen Überzeugungen und Werten auszurichten", erklärten Cornelius-Bundschuh und July. Dies gelte etwa bei Entscheidungen, die weit in die Zukunft reichen, bei der sozialen Verantwortung für gute Arbeitsverhältnisse auch in der internationalen Lieferkette oder bei der Bereitschaft, sich den Herausforderungen der Integration und des Zusammenhaltes der Gesellschaft zu stellen.


Unter www.die-digitale-revolution-gestalten.de finden Sie einen Impulstext des AEU.

 

Foto: iStock

Wie dieser Spagat gelingen kann, ist Teil eines am 8. Oktober erschienenen Sammelbands „Immobilienmanagement erfolgreicher Bestandshalter“ (Verlag De Gruyter, Hrsg. Ulrich Bogenstätter, ISBN: 978-3-11-047836-5).

 

"Vorstand Ingo Strugalla beschreibt in seinem Beitrag den Weg zur Professionalisierung bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) vom kirchlichen Grundstücksverwalter mit 450-jähriger Tradition zum kirchlichen Investor als Kulturbruch in sechs Bausteinen. Die Bausteine berühren den Paradigmenwechsel im Rechnungswesen, die Bewertung und die zielgerichtete Restrukturierung des Immobilienportfolios, den Einsatz von Immobilienfonds, den Umbau der Organisation und die Rolle der Informationstechnologie (IT). Damit wird die ESPS fit gemacht für das nächste Jahrhundert.", fasst Herausgeber Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bogenstätter zusammen.

 

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den speziellen Herausforderungen, die sich aus der Verbindung von Kirche und ökonomischem Handeln ergeben.

 

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) ist eine Vermögensverwaltung der Evangelischen Landeskirche in Baden. Das von ihr verwaltete Stiftungsvermögen ist der Landeskirche gewidmet. Aus rund 21.000 Erbbau- und Pachtverträgen, Investitionen in Immobilienfonds, der Vermietung von rund 800 Wohnungen sowie der Bewirtschaftung von 7.500 Hektar Wald erzielt die Stiftung Erlöse, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen:

kirchliches Bauen zu finanzieren und Besoldungsbeiträge für Pfarrstellen bereitzustellen. Darüber hinaus stellt die ESPS weitere finanzielle Mittel für den Haushalt der Evangelischen Landeskirche bereit.

 

Das Stiftungsvermögen stammt aus dem ehemaligen Kloster Schönau (Odenwald), das 1560 im Zuge der Reformation aufgelöst wurde und seitdem durch einen "Pfleger" bestellt wird. Die heutige Stiftung mit 77 Mitarbeitern ist eine der ältesten Institutionen Heidelbergs.

Nachhaltigkeit.

 

Viele reden darüber.

 

Wir handeln.

 

Seit 1560.