EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU EVANGELISCHE STIFTUNG
 
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Stiftung

Außergewöhnliches Wohnbauprojekt der Stiftung Schönau in Brühl vereint Nachhaltigkeit, Wohnkomfort und Wirtschaftlichkeit

Die Stiftung Schönau errichtet in Brühl auf rund 4.000 m² Grundfläche vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 39 Wohnungen in nachhaltiger Holzbauweise.

Das Projekt hat Ausnahmecharakter: Mit Beyer Weitbrecht Stotz + Partner (BWS), Partner und Partner Architekten, Hermann Kaufmann Architekten sowie roedig . schop architekten sind gleich vier renommierte Architekturbüros beteiligt. "Jedes Haus wurde von einem der Partner entworfen und trägt dessen unverwechselbare Handschrift", berichtet Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau. Dadurch entstehe ein buntes und lebendiges Quartier mit hoher Wohnqualität. Zusätzlich ist das Büro Element A Architekten aus Heidelberg für die Projektleitung und den Innenausbau verantwortlich.

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Blühende Landschaften in Kirchheim

Stiftung Schönau und IB Baden kooperieren bei der Ausbildung förderbedürftiger Jugendlicher

Die in voller Pracht stehende Blühwiese im Kirchheimer Weg 16 südlich des Heidelberg Innovation Parks ist das sichtbarste Zeichen einer Kooperation der Stiftung Schönau mit dem Internationalen Bund (IB) Baden, der dort Jugendliche mit Förderbedarf zu Gartenbaufachwerker/innen ausbildet. Die Stiftung stellt dem IB Baden knapp 5.000 Quadratmeter des drei Hektar großen Geländes zu einem moderaten Mietpreis zur Verfügung, vorhandene Gebäude darf der IB kostenfrei nutzen. Im Gegenzug investiert der IB Baden in Grundstück und Gebäude und kümmert sich um die Verkehrssicherungspflichten. Auch die ökologisch wertvolle 200 qm große Blühwiese wurde von den Azubis im Rahmen ihrer Ausbildung angelegt und gepflegt. Das Saatgut stellte die Stiftung Schönau bereit.

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Erfolgsprojekt "Baumhaus-Camp" im Wald der Stiftung Schönau geht in die nächste Runde

Vom 19. bis zum 28 August 2021 werden rund 60 Jugendliche im Wald der Stiftung Schönau in Michelbuch bei Neckarsteinach wieder ein vollständig bewohnbares Baumhaus bauen. Das Thema des Camps: Eine #Neuland.Entdeckungs.Reise lädt ein zum neuen Aufbruch, besonders nach dem Corona-Winter. Nach der überwältigenden Resonanz in den letzten Jahren entsteht am neuen Platz mit neuen Herausforderungen nach einer Pause wieder ein Baumhaus.

Baumhaus-Camp – das sind 200 Baumstämme, 10 Kilometer Seil, 25 Kilo Nägel, 200 Quadratmeter Bretter. Anders gesagt: Eine abenteuerliche Mischung aus Scout-Techniken, Wald- und Erlebnispädagogik, Hochseilelementen und verrücktem Sommerfreizeit-Feeling.

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Erbbaurechte vorzeitig verlängern

Bei 22 Prozent aller deutschen Erbbaurechtsgeber laufen bis 2030 Verträge in großem Umfang aus. Eine zweite Welle ist von 2040 bis 2060 zu erwarten. Das ergab eine Studie des Deutschen Erbbaurechtsverbands e. V. Er rät Erbbaurechtsnehmern und -gebern dazu, möglichst frühzeitig die Vertragsverlängerung anzustoßen.

Die Erbbaurechtsverträge, die in den nächsten Jahren auslaufen, wurden zum Großteil nach dem zweiten Weltkrieg abgeschlossen, um unter anderem Geflüchteten die Bildung von Wohneigentum zu ermöglichen. Wenn sie nun enden, erhalten die Erbbaurechtsnehmer eine Entschädigung für das Gebäude – üblicherweise in Höhe von zwei Dritteln des Verkehrswertes zum Zeitpunkt des Vertragsablaufs.

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Knappes Holz und hohe Preise – goldene Zeiten für Waldbesitzer und Sägewerke?

Weltweiter Bauboom treibt Bauholzpreise – Waldbesitzer profitieren nur begrenzt

Erst Sand und Stahl, jetzt das Holz: Baustoffe werden knapp und damit teuer. Der Holzmarkt hat sich damit in kurzer Zeit grundlegend gewandelt. Jahrelang hatten Trockenheit und Borkenkäferbefall für ein massives Überangebot und niedrige Erlöse für Rundholz aus dem Wald und Schnittholz, also verarbeitetes oder veredeltes Holz aus den Sägewerken, gesorgt. Diese Entwicklung hatte auch der Stiftung Schönau aus Heidelberg, mit rund 7.600 ha größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg, schwer zugesetzt.

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Als vorbildlich gilt das umfassende Planungskonzept der Stiftung Schönau, das Nachhaltigkeit, Wohnkomfort und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen berücksichtigt. Die vier Häuser in ökologisch nachhaltiger Holzbauweise binden langfristig erhebliche CO₂-Mengen. Bei der Planung wurde der gesamte Lebenszyklus der Gebäude betrachtet, inklusive der „Grauen Energie“ bei der Baustoffproduktion, der Betriebs- sowie der Recyclingphase. Zur Wärmeversorgung der Gebäude werden PV-Anlagen und Wärmepumpen eingesetzt, die weitgehend CO₂-neutral arbeiten. Recycling-unfreundliche Kompositbaustoffe werden vermieden. Die Stiftung Schönau bildet beim Bau den regionalen Kreislauf vom Baum aus eigenem, nachhaltig bewirtschaftetem Stiftungswald bis zum fertigen Gebäude ab.

 

Auch an soziale Nachhaltigkeit wird gedacht. Holz schafft als natürlicher, atmungsaktiver sowie wärme- und feuchtigkeitsregulierender Baustoff eine hohe Wohnqualität. Der Einsatz vorgefertigter Holzbauteile führt zu deutlichen Kostensenkungen und damit zu bezahlbarem Wohnraum. Die mit Holz erreichbaren minimalen Dämmstärken sparen weitere Baukosten und schaffen zusätzliche Wohnfläche. Für eine hohe Nutzerfreundlichkeit werden die Wohneinheiten barrierefrei beziehungsweise barrierearm und teilweise als „Schaltwohnungen“ mit flexiblem Grundriss ausgestaltet.

 

Und die Rendite? Das Holzbauprojekt Brühl verbindet ökologische und soziale Nachhaltigkeit mit der notwendigen Wirtschaftlichkeit. Trotz aufwendiger, mehrstufiger Planung zur Evaluierung der Nachhaltigkeitsziele sind die Renditen auskömmlich. Das müssen sie auch sein, schließlich muss die Stiftung Schönau zur Erfüllung ihres Stiftungszweckes Erträge erwirtschaften.

Die Gartenfachbauwerker-Azubis des IB Baden und ihre BetreuerInnen Ausbilder Wolfgang Just (1.v.l.), Bereichsleiter Holger Zuber (3.v.l.) und Sozialpädagogin Linn Junker (1.v.r.) freuen sich über optimale Ausbildungsbedingungen auf dem Grundstück der Stiftung Schönau

Die Zusammenarbeit ist auf Zeit angelegt, denn perspektivisch plant die Stiftung Schönau dort den Bau moderner Mietwohnungen in Holzbauweise. "Mit zahlreichen nachhaltig angelegten Wohnbauprojekten schaffen wir bezahlbaren und dringend benötigten Wohnraum in den badischen Metropolregionen", stellt Vorstand Ingo Strugalla fest. Notwendig sei aber auch eine sorgfältige Planung, um den Ansprüchen von Stiftung, Stadt und BürgerInnen gerecht zu werden. "Unter Zeitdruck stehen wir im Kirchheimer Weg 16 nicht, zumal noch Fragen zum Baulandmanagement offen sind", meint Strugalla. Umso wichtiger sei eine sinnvolle Zwischennutzung des Geländes, denn während langer Planungsphasen verschandelten allzu oft Grundstücksbrachen und leerstehende Gebäude das Stadtbild. "Die Stiftung Schönau hat sich dagegen verantwortungsvolles und nachhaltiges unternehmerisches Handeln auf die Fahne geschrieben", betont Strugalla. Die Unterstützung des IB Baden und damit der Jugendlichen sei sowohl ökologisch als auch sozial nachhaltig. "Kommerzielle Interessen verfolgen wir dabei nicht, der Nachhaltigkeitsgedanke ist uns hier wichtiger."

 

Für den IB Baden ist die Kooperation mit der Stiftung Schönau ein Glücksfall. "Unsere Jugendlichen und unsere BetreuerInnen finden hier optimale Bedingungen für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss", meint IB-Bereichsleiter Holger Zuber. "Durch den Umbau des ehemaligen Wohngebäudes verfügen wir jetzt über helle Büros und Schulungsräume", ergänzt Sozialpädagogin Linn Junker. Zurzeit werden zwölf Jugendliche betreut, bis zu 15 wären möglich. Die Ausbildung wird von der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Darüber hinaus werden weitere zehn Auszubildende in Gartenbaubetrieben der Region mit Stütz- und Förderunterricht sowie sozialpädagogischen und psychologischen Angeboten unterstützt. Das Engagement der Jugendlichen und ihrer BetreuerInnen zahlt sich aus: „Alle drei Auszubildenden des letzten Abschlussjahrgangs haben ihre Prüfung bestanden und konnten mit unserer Unterstützung in feste Arbeitsverhältnisse vermittelt werden“, freut sich Ausbilder Wolfgang Just. "Wenn es nach uns ginge, würden wir möglichst lange hier bleiben", bringt es Zuber auf den Punkt.

 

Außer in Kirchheim bietet der IB Baden weitere Ausbildungsgänge für junge Menschen mit Förderbedarf in Heidelberg an, unter anderem zum/r Bau- und Metallmaler/in und zum/r Verkäufer/in. Der IB Baden vermittelt Freiwilligendienste, ist in der Jugendsozialarbeit aktiv und unterstützt Jugendliche mit Migrationshintergrund. Der IB ist mit über 14.000 Mitarbeitenden in 700 Standorten einer der größten gemeinnützigen Dienstleister der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Sein Leitsatz lautet "Menschsein stärken".

Das 2019 gebaute Baumhaus verdeutlicht die Dimensionen des Bauwerks

Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 30 Jahren lernen den Lebensraum Wald auf ganz unmittelbare Weise kennen. In einer Höhe von bis zu 16 Metern über dem Waldboden bietet das Baumhaus mit acht Plattformen Platz zum Schlafen, Kochen und Zusammenleben.

 

Werte (er-)leben

 

"Das Baumhaus-Camp versteht sich als innovatives kirchliches Projekt - die Teilnehmenden bilden eine christliche Gemeinschaft. Allerdings ist das Projekt interkonfessionell angelegt", erläutert Göran Schmidt, Leiter des Baumhaus-Camps. Die geistlichen Inhalte werden niederschwellig und offen angeboten. Das authentische Vorleben christlich-ethischer Werte stehe im Mittelpunkt, so Schmidt. Die Antwort auf die Frage, was das Leben lebenswert macht, zieht sich wie ein roter Faden durch die Tage. Die Jugendlichen erleben Werte wie Verantwortung, Vertrauen, Treue und Solidarität ganz praktisch, mit Kopf, Herz und Hand. Darüber hinaus ist das Camp eingebunden in die Arbeit des CVJM Baumhauscamp e.V. im wald- und erlebnispädagogischen Zentrum "Forsthaus Michelbuch" und Teil der Bewegung von Fresh Expression of church, bei der Kirche als Startup neu entsteht, für neue Ziel- und Milieugruppen, die von "klassischen" Angeboten von Kirche nicht mehr erreicht werden.

 

Stiftung Schönau unterstützt Baumhaus-Camp

 

Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau, begründet das Engagement der Stiftung: "Wir unterstützen das Baumhaus-Camp seit 2015 und stellen unseren Wald, Materialien und die Logistik zur Verfügung. Anliegen der Stiftung Schönau ist es, Kindern und Jugendlichen den Lebensraum Wald näherbringen und seine Bedeutung für uns Menschen und unsre Gesellschaft ins Bewusstsein rufen." Die Stiftung selbst hat sich in den vergangenen Jahren als Experte für Waldpädagogik etabliert. Knapp 10.000 Teilnehmende haben von 2014 bis 2019 das waldpädagogische Angebot der Stiftung genutzt.

Veranstalter des Camps ist die Evangelische Jugend im Kirchenbezirk Karlsruhe-Land, Region Karlsbad-Waldbronn in Kooperation mit dem CVJM Baumhauscamp e.V.

 

Daten und Fakten Baumhaus-Camp 2021

 

/ Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind zwischen 14 bis 30 Jahre alt

/ Insgesamt 30 Teilnehmer und 30 Betreuer (wechselnd)

/ Zur Konstruktion: 6 Plattformen werden errichtet, die maximale Höhe liegt bei 12 Metern

/ Dafür genutzt werden ca. 200 Baumstämme (aus dem Wald der Stiftung), ca. 16 km Seil, 25 kg Nägel, 200 m² Bretter

/ es gibt wie auch 2016 eine frei schwingende Riesenschaukel (mega swing) und eine Rutsche an einer Stahlseilbahn (flying fox)

/ Das Baumhaus bleibt nach Ende des Camps drei Jahre stehen, im Herbst werden lediglich die Dachplanen entfernt.

 

Das Baumhaus kann dann über die Homepage www.baumhauscamp.org von Interessierten angemietet werden.

"Das möchten die meisten Erbbaurechtsnehmer aber nicht", weiß Ingo Strugalla, Vizepräsident des Deutschen Erbbaurechtsverbandes, aus seiner Erfahrung als Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau, die mit rund 13.000 Verträgen bundesweit zu den größten Erbbaurechtsgebern zählt. "Wir raten deshalb dazu, frühzeitig das Gespräch mit dem Erbbaurechtsgeber zu suchen. Das gibt Planungssicherheit und kann sich finanziell für den Erbbaurechtsnehmer auszahlen."

 

Denn: Viele Erbbaurechtsgeber haben größere Verhandlungsspielräume, wenn sie die Verträge vorzeitig verlängern. Das ist jederzeit während der Vertragslaufzeit möglich. Dabei wird der künftige Erbbauzins üblicherweise anhand des aktuellen Grundstückswerts, des derzeitigen Erbbauzinses, des Verlängerungszeitraums und der Restlaufzeit neu berechnet. Der neue Erbbauzins gilt ab dem Zeitpunkt der Vertragsverlängerung.

 

"Natürlich können die Verträge auch kurz vor Ablauf noch verlängert werden. Der Erbbauzins wird dann ebenfalls auf Basis des aktuellen Grundstückswertes berechnet. Er fällt aufgrund der kurzen Restlaufzeit des alten Vertrags aber meist höher aus als bei einer vorzeitigen Verlängerung", sagt Ingo Strugalla.

 

Auf großen Erbbaurechtsgrundstücken kommen auch Nachverdichtungen infrage, wenn die Verträge neu verhandelt werden. Dabei werden die Grundstücke geteilt, sodass mehrere Häuser darauf errichtet werden können. Dadurch kann sich der neue Erbbauzins erheblich verringern. Denn viele Grundstücke, die in den 1950er- und -60er-Jahren vergeben wurden, sind sehr groß, weil die Gärten für die Selbstversorgung mit Obst und Gemüse genutzt wurden.

 

Über den Deutschen Erbbaurechtsverband

 

Der Deutsche Erbbaurechtsverband e. V. wurde 2013 gegründet. Er ist ein Zusammenschluss aus namhaften Erbbaurechtsausgebern, die bundesweit einen erheblichen Anteil der im Erbbaurecht ausgegebenen Flächen repräsentieren, sowie Dienstleistern der Branche. Der Deutsche Erbbaurechtsverband versteht sich als universeller Ansprechpartner zum Thema Erbbaurecht. Er ist unabhängig, parteipolitisch neutral und nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet. www.erbbaurechtsverband.de 

Wegen des weltweiten Baubooms ist nach jahrelangem Überangebot auch in Deutschland der Baustoff Holz knapp geworden

Waldbesitzer profitieren nur begrenzt

 

Seit einigen Monaten sind die Überkapazitäten jedoch Geschichte, Holz ist wie andere Baustoffe sehr gefragt. "Wir sind erleichtert, dass die Preise nicht mehr ins Bodenlose fallen und sich der Holzeinschlag wieder einigermaßen rechnet", freut sich Frank Philipp, Abteilungsleiter Forst bei der Stiftung Schönau. Die Waldbesitzer profitieren allerdings nur sehr begrenzt von den höheren Preisen. So liegen die aktuellen Erzeugerpreise für Rundholz immer noch unter dem Niveau des Jahres 2017.

 

"In den vergangenen beiden Jahren war über die Hälfte unseres Holzeinschlages minderpreisiges Käferholz", berichtet Philipp. Eine prekäre Situation für viele Waldbesitzer, auch für die Stiftung Schönau. Die Erlöse aus der Bewirtschaftung ihres Waldes fließen in den Stiftungszweck, die Finanzierung kirchlichen Bauens und von Pfarrstellen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden. Aufgrund von Trockenheit und Käferbefall konnte der Geschäftsbereich Forst in den vergangenen beiden Jahren dazu allerdings keinen positiven Beitrag leisten. Erlösmindernd wirken sich auch die massiven Investitionen der nächsten Jahrzehnte aus, um den Wald vor den Folgen des drohenden Klimawandels zu schützen.

 

Bauboom treibt Holznachfrage

 

Für die gestiegenen Preise macht Steffen Häußlein, Geschäftsführer bei den Holzwerken Ladenburger, vor allem den weltweiten Bauboom verantwortlich, der sich mit Beginn der Corona-Pandemie noch verstärkt hatte: "Anfangs überlagerte sich die rasant gestiegene Nachfrage noch mit dem Überangebot aus der Borkenkäfer-Kalamität. In Europa waren von 2015 bis 2020 insgesamt 200 Millionen Festmeter Schadholz angefallen. Diese Kapazitäten sind jetzt aufgebraucht." Ladenburger ist mit 800 Mitarbeitenden und einer jährlichen Produktionskapazität von 800.000 m³ Schnittholz eines der führenden holzverarbeitenden Unternehmen in Europa.

 

Exporte nur begrenzt für Preisanstieg verantwortlich

 

Die wachsende Nachfrage führt auch in Deutschland zu Engpässen beim Holz und steigenden Preisen. Anders als in manchen Medien plakativ dargestellt, ist dafür aber kein übermäßiger Export in Länder wie die USA und China verantwortlich. Der sei zwar bis 2020 stark angestiegen, aber: "Rundholz wird nur exportiert, wenn es in Deutschland nicht verarbeitet werden kann. Die extrem große Menge Schadholz konnte von den deutschen Sägewerken auch unter voller Ausschöpfung ihrer Kapazitäten nicht mehr bewältigt werden", meint Joachim Prinzbach, Sprecher des Vorstandes der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwarzwald. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Export von Rundholz seit einigen Monaten wieder stark rückläufig. Beim Schnittholz ist der Exportanteil laut Prinzbach mit durchschnittlich 20 % mehr oder weniger konstant. Kurzfristig höhere Exporte beispielsweise in die USA könnten durch erhöhte Produktionskapazitäten aufgefangen werden.

 

Regional und nachhaltig

 

Angesichts der Holzknappheit und volatilen Exportmärkten setzen immer mehr Waldbesitzer und Holzverarbeiter auf eine regionale und nachhaltige Vermarktung "Als familiär geführter Mittelständler sind uns gewachsene regionale Kundenbeziehungen wichtiger als kurzfristige Exporterlöse aus einem heißgelaufenen Holzmarkt", betont Häußlein. Mit der Stiftung Schönau haben die Holzwerke Ladenburger deshalb einen langfristigen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Von stabilen Preisen und festen Lieferzusagen profitieren beide Partner. Für die Stiftung Schönau schließt sich damit ein weiterer Kreis: eigenes Holz aus den nachhaltig bewirtschafteten Stiftungswäldern wird regional und umweltfreundlich verarbeitet und soll auf kurzen Transportwegen künftig auch für Wohnbauprojekte der Stiftung eingesetzt werden. Die Bewahrung natürlicher Ressourcen und der langfristige Erhalt des Stiftungsvermögens ist seit Gründung der kirchlichen Stiftung Schönau vor mehr als 460 Jahren fest im Stiftungszweck verankert.

Die Stiftung Schönau ist ein Immobilienunternehmen mit Sitz in Heidelberg. Aus rund 21.000 Erbbau- und Pachtverträgen, der Vermietung von rund 800 Wohnungen, Investitionen in Immobilienfonds sowie der Bewirtschaftung von 7.600 Hektar Wald erzielt sie Erlöse, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen.

Als Unternehmen der Evangelischen Landeskirche in Baden ist die Stiftung Schönau Dachmarke für die „Evangelische Stiftung Pflege Schönau“ (ESPS) und die „Evangelische Pfarrpfründestiftung Baden“ (EPSB).

Sie finanziert kirchliches Bauen und Pfarrstellen. Darüber hinaus stellt die Stiftung weitere finanzielle Mittel für den landeskirchlichen Haushalt bereit.

 

Das Stiftungsvermögen stammt aus dem ehemaligen Kloster Schönau (Odenwald). Seit ihrer Gründung im Jahr 1560 verfolgt die Stiftung die Maxime, ihr Handeln auf Dauer anzulegen und nachhaltig und verantwortungsvoll zu wirtschaften. Mit rund 80 Beschäftigten ist die Stiftung Schönau eine der ältesten Institutionen Heidelbergs.

 

Infos zum neuen Auftritt

Nachhaltigkeit.

 

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Wir handeln.

 

Seit 1560.