EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 
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Stiftung

"Kulturgüter bewahren"

Ingo Strugalla, Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, im Interview mit econo Rhein-Neckar, zu den Themen "nachhaltige Investments, Erbpachtzinserhöhungen und den Fürbitten von Kapitalanlegern".

 

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Stiftungen in der Metropolregion Rhein-Neckar – Impulsgeber bürgerschaftlicher Verantwortung

Stiften ist "in". Zumindest legen das die Zahlen für Baden-Württemberg nahe: Hier gab es im Jahr 2001 rund 1.500 Stiftungen. Ende 2010 waren es schon 2.600. Bundesweit liegt Baden-Württemberg damit mit an der Spitze.

Sechs der zehn großzügigsten deutschen Stifter leben im Rhein-Neckar-Gebiet, wie das hier ansässige Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen an der Universität Heidelberg (CSI) herausgefunden hat.

Das Spektrum der Stiftungen in der MRN wird durch die Porträts in den Roten Seiten "Stiftungen in der Metropolregion Rhein-Neckar" beleuchtet.

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Waldbesitzer überreichen Christbaum an Bundeskanzlerin Merkel: Weihnachtsbaum aus dem Odenwald leuchtet im Kanzleramt

Heidelberg, 26.11.2011. Waldbesitzer aus dem Odenwald haben am Donnerstagnachmittag Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin einen Weihnachtsbaum übergeben. Die rund 8 Meter hohe Tanne stammt von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau aus den Wäldern bei Limbach-Wagenschwend. Organisiert wurde die Aktion von der Forstgenossenschaft FVOB eG und der Forstkammer Baden-Württemberg.

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Gesucht – gefunden: Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau schickt einen Weihnachtsbaum nach Berlin

Heidelberg, 22.11.2011. Sie ist wunderschön gewachsen, 19 Jahre alt und rund 8 Meter groß. Am  24.11.2011 wird sie offiziell an Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Kanzleramt übergeben, wo sie, prachtvoll geschmückt, während der Advents- und Weihnachtszeit das Foyer in hellem Lichterglanz erstrahlen lassen wird. Die Rede ist von einer Tanne, bis vergangenen Donnerstag im Wald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) beheimatet.

 

 

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Feierliche Einweihung der Waldkapelle Neckarzimmern

Mit der gottesdienstlichen Einweihung der neuen Waldkapelle Neckarzimmern wurde das sehr beachtliche Selbstbauprojekt auf dem Gelände der Tagungsstätte der evangelischen Jugend abgeschlossen und würdig gefeiert. Gerade mal ein halbes Jahr ist es her, dass mit einem Benefizabend der Startschuss zum Waldkapellenprojekt gegeben wurde. Nun konnten sich die vielen Gäste selbst ein Bild von dem gelungenen neuen Gotteshaus machen. Patrick Lubs vom Architektenbüro ap88, das die Planung der Kirche übernommen hatte, übergab den Schlüssel für die neue Kirche an Landesjugendpfarrer Dr. Thomas Schalla, der ihn sogleich dem Leiter der Tagungsstätte Martin Meier überreichte.

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Forstarbeiter aus Barcelona arbeiten in Baden-Württembergischen Wäldern

Heidelberg, 28.10.2011: Seit einigen Wochen arbeiten Mitarbeiter eines ganz besonderen Forstunternehmens in den Wäldern der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Es handelt sich dabei um ein Unternehmen der autonomen Region Katalonien, dessen Aufgabe es ist, ehemalige Strafgefangene bei ihrer Rückkehr in die Gesellschaft und ihr Berufsleben zu unterstützen.

Auf den ersten „Blick“ ist alles wie sonst auch, wenn sich Waldarbeiter daran machen, Waldbestände zu durchforsten. Professionell ausgestattete Arbeiter setzen in routinierter Weise die Vorgaben des zuständigen Revierförsters um. Erst, wenn die Motorsägen „Pause haben“, offenbart sich ein Unterschied: Die Waldarbeiter können alles außer Deutsch. Sie sprechen katalonisch oder Spanisch.

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"3 Minuten Ruhe auf 3 Minuten Zuwachs - Nehmen sie Platz!"

Lahr-Dinglingen, 26.10.2011 SEl):"Das Ding ist ja klasse!" So äußerte sich die Begeisterung von Pfarrer Kündiger von der Evangelischen Luthergemeinde in Lahr-Dinglingen, als er die "Zuwachsbank", die für den Platz vor der Martinskirche vorgesehen war, erblickte. Pfarrer Kündiger hatte so eine Bank vor der Stiftskirche in Lahr gesehen und da war ihm war sofort klar: so eine muss auch nach Dinglingen!

Als Aktion im "Jahr der Wälder" stellt die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) in diesem Jahr vor mehreren Kirchen und kirchlichen Häusern quaderförmige Holzbänke auf, die den nachhaltigen Holzzuwachs in 3 bzw. in 2 Minuten in den Wäldern der ESPS darstellen. Die Bänke haben eine Kantenlänge von ungefähr 45 cm, es gibt sie in den Längen von einem bis zu vier Metern.

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Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) ist eine selbständige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Stiftungszweck ist die Bauunterhaltung von 85 Kirchen und 41 Pfarrhäusern in ganz Baden. Ferner finanziert die ESPS jährlich 40 bis 45 Pfarrstellen.

 

Nachhaltigkeit.

 

Viele reden darüber.

 

Wir handeln.

 

Seit 1560.

 

"Kulturgüter bewahren"

Download des Interviews (pdf)

 

Quelle: econo Rhein-Neckar, Ausgabe Dezember 2011

Stiftungen in der Metropolregion Rhein-Neckar – Impulsgeber bürgerschaftlicher Verantwortung

Stiften ist "in". Zumindest legen das die Zahlen für Baden-Württemberg nahe: Hier gab es im Jahr 2001 rund 1.500 Stiftungen. Ende 2010 waren es schon 2.600. Bundesweit liegt Baden-Württemberg damit mit an der Spitze.

Sechs der zehn großzügigsten deutschen Stifter leben im Rhein-Neckar-Gebiet, wie das hier ansässige Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen an der Universität Heidelberg (CSI) herausgefunden hat.

Das Spektrum der Stiftungen in der MRN wird durch die Porträts in den Roten Seiten "Stiftungen in der Metropolregion Rhein-Neckar" beleuchtet. Die Porträts sind zwar knapp gehalten, gewähren aber einen ersten schnellen Überblick: Was gibt es für Stiftungen, was bietet die Region in Sachen Stiftungen? Natürlich konnten aus Platzgründen nicht alle Stiftungen aus der Region präsentiert werden, aber es ist ein interessanter Querschnitt entstanden: kleine und große, regionale und international agierende Stiftungen, solche mit jahrhundertealter Tradition und Bürgerstiftungen, die erst in den letzten Jahren errichtet wurden. Stiften und gemeinnütziges Engagement kommt eben nie "aus der Mode". Es ist augenfällig, dass das bürgerschaftliche Engagement in Stiftungen nicht mehr wegzudenken ist. Sie gleichen aus, erhalten, erneuern und – vor allem – geben Impulse.

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) möchte mit den Roten Seiten "Stiftungen in der Metropolregion Rhein-Neckar – Impulsgeber bürgerschaftlicher Verantwortung" einen Beitrag zur weiteren Entwicklung leisten. Als traditionsreiche und gleichzeitig moderne Stiftung bekennt sie sich zur Region. Das Stiftungswesen ist in der Metropolregion Rhein-Neckar zu wichtig, um den Stiftungsgedanken nicht hochzuhalten und dafür zu werben. Nicht zuletzt möchte die ESPS auch einen Anstoß zur weiteren Vernetzung geben.

Wenn Sie Interesse an der Printausgabe haben, dann setzen Sie sich gerne mit uns unter kontakt@esp-schoenau.de in Verbindung.

 

Download Rote Seiten "Stiftung & Sponsoring" (pdf)

 

Waldbesitzer überreichen Christbaum an Bundeskanzlerin Merkel: Weihnachtsbaum aus dem Odenwald leuchtet im Kanzleramt

Heidelberg, 26.11.2011. Waldbesitzer aus dem Odenwald haben am Donnerstagnachmittag Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin einen Weihnachtsbaum übergeben. Die rund 8 Meter hohe Tanne stammt von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau aus den Wäldern bei Limbach-Wagenschwend. Organisiert wurde die Aktion von der Forstgenossenschaft FVOB eG und der Forstkammer Baden-Württemberg.

„Es freut mich, dass in diesem Jahr erstmals ein Baum aus dem Odenwald das Kanzleramt schmückt“, sagte Buchens Bürgermeister Roland Burger, der die baden-württembergischen Waldbesitzer als Aufsichtsratsvorsitzender der FVOB und Präsident der Forstkammer beim Empfang der Kanzlerin vertrat. In den letzten Jahren habe das Nadelholz im Odenwald zwar
durch den Klimawandel deutlich abgenommen. „Einige schöne Tannen haben wir aber schon noch“, so Burger.

„Sehr passend ist natürlich auch, dass der Christbaum von einem kirchlichen Waldbesitzer kommt“, ergänzte Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Die ESPS ist der größte körperschaftliche Waldbesitzer in Baden-Württemberg. Die Einnahmen aus dem Wald dienen unter anderem zur Erhaltung von Kirchengebäuden der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Den Transport des Baumes und die logistische Unterstützung der Christbaumaktion der Forstkammer hatte das Odenwälder Unternehmen Seitenbacher übernommen, das als Müslimacher bundesweit bekannt geworden ist.

Vor dem reich geschmückten Christbaum überreichte Herr Burger der Kanzlerin neben der traditionellen Buchener Fastnachtsfigur, dem sogenannten „Blecker“, noch eine zweite, deutlich kleinere Tanne. „Die können Sie gerne im Kanzleramtsgarten einpflanzen“, so Burger. Das junge Pflänzchen stehe für weitere 999 Bäume, die die Forstkammer im Rahmen eines Aufforstungsprojekts in Afrika pflanzen werde.

 

Fotos: Marion Pfannenschwarz

Gesucht – gefunden: Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau schickt einen Weihnachtsbaum nach Berlin

Heidelberg, 22.11.2011. Sie ist wunderschön gewachsen, 19 Jahre alt und rund 8 Meter groß.

Am  24.11.2011 wird sie offiziell an Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Kanzleramt übergeben, wo sie, prachtvoll geschmückt, während der Advents- und Weihnachtszeit das Foyer in hellem Lichterglanz erstrahlen lassen wird. Die Rede ist von einer Tanne, bis vergangenen Donnerstag im Wald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) beheimatet.


Die Forstkammer Baden-Württemberg, ein Verband für den Kommunal- und Privatwald, hat dieses Jahr die ehrenvolle Aufgabe, einen Weihnachtsbaum für das Kanzleramt zur Verfügung zu stellen. Über die Forstliche Vereinigung Odenwald-Bauland mit Sitz in Buchen wurde die Suche organisiert – und fündig wurde man dann im Wald eines Mitglieds der Vereinigung, der ESPS, auf der Gemarkung Wagenschwend im Neckar-Odenwald-Kreis. Der herrliche Baum wurde dort am Donnerstag von Robin Frank, dem zuständigen Revierleiter und seinen Mitarbeitern eingeschlagen und für den Transport vorbereitet.

Feierliche Einweihung der Waldkapelle Neckarzimmern

Mit der gottesdienstlichen Einweihung der neuen Waldkapelle Neckarzimmern wurde das sehr beachtliche Selbstbauprojekt auf dem Gelände der Tagungsstätte der evangelischen Jugend abgeschlossen und würdig gefeiert. Gerade mal ein halbes Jahr ist es her, dass mit einem Benefizabend der Startschuss zum Waldkapellenprojekt gegeben wurde. Nun konnten sich die vielen Gäste selbst ein Bild von dem gelungenen neuen Gotteshaus machen. Patrick Lubs vom Architektenbüro ap88, das die Planung der Kirche übernommen hatte, übergab den Schlüssel für die neue Kirche an Landesjugendpfarrer Dr. Thomas Schalla, der ihn sogleich dem Leiter der Tagungsstätte Martin Meier überreichte. Die Gemeinde zog ein und die für den Altarraum nötigen Prinzipalien folgten. Landesbischof Dr. Ulrich Fischer rüstete sie zu und der Gottesdienst, der mit seiner besonderen Feierlichkeit von Beginn an große Wohlfühlatmosphäre ausstrahlte, begann. Landesbischof Fischer, Dr. Schalla, Oberkirchenrat Prof. Dr. Schneider – Harpprecht und Fabian Peters gestalteten den Gottesdienst. Die Waldkapelle wurde als Begegnungsstätte junger, verantwortungsvoller Christen in der Nachfolge Jesu gleichermaßen gefeiert wie als spiritueller Raum der Stille und des Rückzugs. Das feierliche Abendmahl aller 100 Gäste unterstrich dies in bedeutendem Maße.
Nach der Einweihung zeigten sich auch die Grußwortredner von dem gemeinsam erlebten Gottesdienst beeindruckt. Landrat Dr. Achim Brötel und Bürgermeister Christian Stuber lobten die vielen Hände, die mit dem Aufbau der Waldkapelle Enormes geleistet haben. Martin Meier erinnerte sich gerne an die fleißigen Helfer aus zwölf Nationen, die an der Begegnungsstätte für junge Menschen mitgearbeitet haben. Sein besonderer Dank ging an die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, die mit ihrer großzügigen Holzspende das Baumaterial für die Waldkapelle geliefert hat. Ingo Strugalla, Vorstand der Stiftung, zeigte sich stolz, dass die Pflege Schönau das Holz für das schöne Gotteshaus geben durfte. Oberkirchenräte Christoph Schneider – Harpprecht und Stefan Werner feierten die Kapelle als neue geistliche Mitte und auch Architekt Lubs wies noch einmal auf die Planungsbesonderheiten hin, mit denen der neuen Waldkapelle ein außergewöhnlich schöner und spiritueller Charakter inne wohnt.

 

 

Von links: Dr. Schneider-Harpprecht, Dr. Thomas Schalla, Tagungsstättenleiter Maier,
Landesbischof Fischer und Architekt Lubs bei der Schlüsselübergabe

 

Text und Fotos: Hermann Keil, Neckarzimmern

Forstarbeiter aus Barcelona arbeiten in Baden-Württembergischen Wäldern

Seit einigen Wochen arbeiten Mitarbeiter eines ganz besonderen Forstunternehmens in den Wäldern der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Es handelt sich dabei um ein Unternehmen der autonomen Region Katalonien, dessen Aufgabe es ist, ehemalige Strafgefangene bei ihrer Rückkehr in die Gesellschaft und ihr Berufsleben zu unterstützen.

Auf den ersten „Blick“ ist alles wie sonst auch, wenn sich Waldarbeiter daran machen, Waldbestände zu durchforsten. Professionell ausgestattete Arbeiter setzen in routinierter Weise die Vorgaben des zuständigen Revierförsters um. Erst, wenn die Motorsägen „Pause haben“, offenbart sich ein Unterschied: Die Waldarbeiter können alles außer Deutsch. Sie sprechen katalonisch oder Spanisch.
Bei diesen Forstarbeitern handelt es sich um ehemalige Haftinsassen, die über ein Resozialisierungsprogramm, ausgehend vom katalanischen Justizministerium, beim staatlichen Betrieb CIRE und bei der privaten katalanischen Stiftung Afma (Verband für die Förderung alternativer Maßnahmen) im Forstbereich ausgebildet wurden und hier einen ihrer ersten Einsätze im Echtbetrieb durchführen. Die Wirtschaftskrise in Spanien ließ die öffentlichen Haushalte dramatisch schrumpfen, so dass im Forstsektor vieler öffentlicher Verwaltungen deutlich weniger Geld für Maßnahmen z.B. für die Waldpflege, Durchforstung oder Waldbrandvorbeugung zur Verfügung steht und damit die Beschäftigung der Forstarbeiter in Frage gestellt wird. Justiz und Afma versuchen durch die Höherqualifizierung der Forstarbeiter ein größeres Einsatzspektrum zu erreichen und durch die dadurch möglichen Auslandseinsätze deren Beschäftigung zu sichern.
Im Zuge der Qualifizierung und Weiterbildung wurde die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) durch die Katalanen beauftragt ein Qualifizierungsprogramm in der Holzernte zu erstellen und die Arbeitssicherheitsstandards der katalanischen Arbeiter zu überprüfen. Für die Qualifizierung wurden entsprechende Waldflächen gesucht. Über persönliche Verbindungen eines Rottenburger Professors zum Forstunternehmen Ihrig wurde der Kontakt zur ESPS hergestellt. Die ESPS arbeitet mit der Fa. Ihrig bereits seit einigen Jahren insbesondere bei der Holzernte und der Jungbestandspflege zusammen. Aufgrund von sich abzeichnenden Kapazitätsengpässen konnten dann die Katalanen (bislang sechs Arbeiter) als Subunternehmer der Fa. Ihrig seit Anfang August eingesetzt werden. Sie machen damit nicht etwa einheimischen Arbeitern und Unternehmern die Arbeit streitig, sondern unterstützen zu marktüblichen Konditionen ein in der Region ansässiges Unternehmen bei dessen Aufträgen, die es ohne diese zusätzliche „Menpower“ nicht hätte realisieren können.
Die Sicherheitsstandards bei den durchgeführten Arbeiten entsprechen denen der ESPS. Zwischenzeitlich wurden über 10 Hektar Jungbestandspflege durchgeführt und die Arbeiter in kombinierten Aufarbeitungsverfahren (Vollernter + Zufällen) eingesetzt. Die Betreuung der Arbeiter erfolgt durch einen bei der Stiftung Afma angestellten deutschen Förster und dem Unternehmer Ihrig.
Alle an dieser Kooperation Beteiligten zogen nun eine positive Zwischenbilanz: Für die ESPS war es möglich das Projekt als Ganzes mit geringen personellen Aufwendungen wesentlich zu unterstützen, die Zusammenarbeit mit der Hochschule auszubauen, notwendige waldbauliche Pflegearbeiten durchzuführen, Arbeitskapazitäten zu sichern (das Projekt soll fortgeführt werden) und im sozialen Engagement die Arbeit der Resozialisierung durch den Betrieb CIRE und die Stiftung Afma zu fördern.
 

Text: Petra Martin-Jacob, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
Bilder: Joachim Englert, Afma
 

 

"3 Minuten Ruhe auf 3 Minuten Zuwachs - Nehmen sie Platz!"

Lahr-Dinglingen, 26.10.2011 (SEl): "Das Ding ist ja klasse!" So äußerte sich die Begeisterung von Pfarrer Kündiger von der Evangelischen Luthergemeinde in Lahr-Dinglingen, als er die "Zuwachsbank", die für den Platz vor der Martinskirche vorgesehen war, erblickte. Pfarrer Kündiger hatte so eine Bank vor der Stiftskirche in Lahr gesehen und da war ihm war sofort klar: so eine muss auch nach Dinglingen!

Als Aktion im "Jahr der Wälder" stellt die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) in diesem Jahr vor mehreren Kirchen und kirchlichen Häusern quaderförmige Holzbänke auf, die den nachhaltigen Holzzuwachs in 3 bzw. in 2 Minuten in den Wäldern der ESPS darstellen. Die Bänke haben eine Kantenlänge von ungefähr 45 cm, es gibt sie in den Längen von einem bis zu vier Metern.

Mit dem Slogan "ohne Wald gäb´s keine Kirchenbänke" macht die ESPS im Rahmen der weltweiten Kampagne darauf aufmerksam, dass der Wald wichtiger Rohstofflieferant für uns Menschen ist.
"Die passt hervorragend zu den kubischen Formen unseres Gemeindehausneubaus an der Kirche," rief Pfarrer Kündiger ganz entzückt. Doch bevor die Bank an ihrem vorgesehen Platz stand, musste noch einiges an Muskelkraft investiert werden.

Steffen Ellwanger, Förster bei der ESPS, hatte die vier Meter lange Bank mit einem Gewicht von ca. 700 kg mit einem Autoanhänger angefahren. Und so musste zuerst ein Plan erarbeitet werden, wie der große "Balken" die letzten Meter transportiert werden konnte. Vier Männer, zwei Hubwägen und ein Möbelroller haben das Gewicht bewältigt.
Der kürzeste Weg zum endgültigen Standort war mitten durch die Kirche, so dass die "Zuwachsbank" noch kurz Bekanntschaft mit den echten Kirchbänken machen konnte.
Zufrieden nahmen die Akteure nach getaner Arbeit dann Platz und nahmen die Einladung "3 Minuten Ruhe auf 3 Minuten Zuwachs -  Nehmen sie Platz", wie es auf der Bank ebenfalls zu lesen ist, an.
In Zukunft können nun die Kirchenbesucher sich vor und nach dem Gottesdienst ausruhen und mit Blick auf die schöne Martinskirche die Gedanken wandern lassen. Und vielleicht denken sie auch an den Wald, der ihnen diese Bank geschenkt hat.